Buchprojekt 2029 – ein persönlicher Entwurf


Kurzvorstellung des Projekts

RHEIN!ROMANTIK? ist ein offenes Kulturprojekt, das seit 2021 Malerei, Fotografie, Skulptur und Literatur miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht der Rhein als Natur-, Kultur- und Erinnerungsraum – und die Frage, wie unterschiedlich Menschen ihn wahrnehmen.

Das Ausrufezeichen steht für die unmittelbare Begegnung mit dem Rhein, das Fragezeichen für die kritische Auseinandersetzung mit vertrauten Bildern und Vorstellungen. Bis zum geplanten Abschluss im Jahr 2029 wächst das Projekt durch neue Arbeiten, Ausstellungen, Texte und Begegnungen kontinuierlich weiter.

Ein Bildbestand – viele Wege

Wie lässt sich ein stetig wachsendes Bildarchiv immer wieder neu betrachten? Die Zwischenbilanz 2021–2026 zeigt sechs Präsentationsformen, die sich bei RHEIN!ROMANTIK? entwickelt haben: von den jurierten Katalogen über Bildpaare und literarische Beiträge bis hin zu erzählerischen Bildfolgen und den Fusionen in „Kondensat“.

Der Beitrag macht sichtbar, wie aus demselben Bildbestand unterschiedliche Zusammenhänge und neue Bedeutungen entstehen können. Zugleich gibt er einen ersten Ausblick auf das geplante Abschlussbuch 2029. Die vorgestellten Formen sind keine endgültigen Lösungen, sondern mögliche Wege durch ein weiterhin wachsendes gemeinsames Archiv.

RHEIN!ROMANTIK? – en passant: zehn Bilder unterwegs

Die kleine Ausstellung „RHEIN!ROMANTIK? – en passant“ zeigt an wechselnden, meist historischen Orten dieselben zehn exemplarisch ausgewählten Arbeiten – 2026 beispielsweise auf Burg Gutenfels und auf Schloss Namedy. Sie soll auf das Gesamtprojekt und seine größeren Ausstellungen aufmerksam machen und dabei etwas vom Geist von RHEIN!ROMANTIK? vermitteln.

Die hier verlinkte Präsentation stellt diese zehn Bilder als leicht animierten Spaziergang unter dem Titel „Der Mann, der den Rhein nicht mehr fand“ vor. Die frei erfundene Geschichte und die verbindenden Skizzen gehören nicht zur Ausstellung und werden dort auch nicht gezeigt. Sie bilden lediglich den erzählerischen Rahmen: Die zehn Kunstwerke sind die Blumen, die Zeichnungen das Papier, in das dieser kleine Strauß für die Präsentation eingewickelt wurde.

Weitere Bilder aus dem R!R?-Archiv

Die Ausstellung „RHEIN!ROMANTIK? – en passant“ beschränkt sich bewusst auf zehn Arbeiten. Der folgende Bildblock erweitert den Blick und zeigt eine bislang weitgehend unsortierte Auswahl aus dem gemeinsamen Bildpool der Jahre 2021 bis 2026.

Diese Auswahl bildet weder das vollständige Archiv noch eine Rangfolge oder eine jurierte Ausstellung ab. Sie soll einen offenen Eindruck von der Vielfalt der eingereichten Arbeiten vermitteln. Da RHEIN!ROMANTIK? bis 2029 weitergeführt wird, ist auch dieser Bildblock noch nicht abgeschlossen und wird in den kommenden Jahren um weitere Arbeiten ergänzt.

Der vorhergehende Bildblock zeigt die Arbeiten weitgehend ohne Ordnung und Kommentar. „Der Flügelschlag der Zeit“ geht einen Schritt weiter: Ausgewählte Bilder werden zu einer erzählerischen Folge verbunden. Die einzelnen Arbeiten bleiben dabei unverändert; neue Zusammenhänge entstehen allein durch Auswahl, Reihenfolge und Übergänge.

Mit diesem Beitrag wechselt die Präsentation vom Bild zum Text. Während „Der Flügelschlag der Zeit“ vom kurzen Augenblick menschlicher Wahrnehmung ausgeht, richtet sich der Blick nun auf die lange Zeit kultureller Erinnerung. Von der Antike bis zur Gegenwart wird untersucht, wie Literatur, Geschichte und überlieferte Vorstellungen unser Bild des Rheins geprägt und immer wieder verändert haben.

Nach dem weiten historischen Überblick richtet sich der Blick nun auf Sagen, Legenden und Mythen des Rheins. Anhand von vier exemplarischen Beispielen zeigt der Beitrag, wie solche Erzählungen mit bestimmten Orten verbunden wurden, sich im Laufe der Zeit veränderten und bis heute unsere Vorstellungen vom Rhein mitprägen.

Zum Abschluss wechselt die Präsentation noch einmal vom Text zurück zum Bild. In „Kondensat“ werden mehrere Arbeiten aus dem R!R?-Archiv zu neuen Bildräumen fusioniert. Die ursprünglichen Motive können erkennbar bleiben, werden aber stärker verändert als in allen vorherigen Präsentationsformen. Die Ergebnisse sind eine ausdrücklich subjektive Lesart des gemeinsamen Bildbestands.

Dieser Entwurf beansprucht keine endgültige Lösung. Er zeigt eine Möglichkeit, den wachsenden Bild- und Textbestand von RHEIN!ROMANTIK? zu ordnen und erzählbar zu machen – und bleibt offen für andere Konzepte und Sichtweisen.

Sechs Jahre RHEIN!ROMANTIK? – ein Zwischenstand

Seit 2021 ist aus RHEIN!ROMANTIK? weit mehr entstanden als ursprünglich absehbar war. Zeit für einen Blick auf das, was entstanden ist, was sich verändert hat und welche Fragen uns auf dem Weg bis 2029 begleiten.