Die für den 1. bis 31. Oktober 2026 geplante Ausstellung in der Vorburg von Burg Namedy wurde kurzfristig vollständig abgesagt. Die Absage betraf sowohl die Miniausstellung „en passant“ mit A1-Reproduktionen als auch die zusätzlich geplante Präsentation von Originalwerken.
Was zunächst als guter Kompromiss erschien, erwies sich in der Umsetzung als nicht tragfähig. Neben der Miniausstellung stand weitere Ausstellungsfläche zur Verfügung. Diese konnten die Teilnehmenden nutzen, um bereits jurierte Originalwerke in Eigeninitiative und Eigenverantwortung zu zeigen. Zehn Künstlerinnen und Künstler hatten zunächst Interesse angemeldet.
Die Bedingungen waren bekannt: Die eigenen Werke mussten selbst angeliefert und aufgehängt werden. Die Räume waren dafür gut ausgestattet; Schienen und Schnüre standen zur Verfügung. Eine durchgehende Aufsicht war nicht vorgesehen. Für die Reproduktionen der Miniausstellung lag die Verantwortung bei R!R?, für die zusätzlich ausgestellten Originalwerke bei den jeweiligen Teilnehmenden.
Als aus dem Interesse konkrete Aufgaben wurden, nahm die Bereitschaft zur Beteiligung jedoch deutlich ab. Anfahrt, Transport, Hängung und die Verantwortung für die eigenen Werke erwiesen sich als Hindernisse. Die angebotenen Aufsichtstermine wurden als unzureichend angesehen. Den fünf von Helmut angebotenen Terminen sowie den Zusagen von Gerlinde und Stefan folgten keine weiteren Zusagen. Bedenken wegen der begrenzten Aufsicht ließen sich somit auch durch zusätzliche Eigeninitiative nicht ausräumen.
Ähnlich verlief die Planung einer möglichen Vernissage. R!R? hätte Getränke und Gebäck beigesteuert. Die weitere Organisation sollte jedoch von den Teilnehmenden übernommen werden: Gläser, Ausstattung, Redebeiträge, gegebenenfalls ein kleines Programm sowie Ankündigung und Einladung. Auch dafür fanden sich nicht genügend verbindliche Zusagen. Eine Vernissage wäre organisatorisch machbar gewesen, letztlich aber nur unter vollständiger Regie von R!R?.
Dass seitens der Burg keine entsprechende Unterstützung zu erwarten war, wussten wir bereits seit einem Jahr und hatten es auch kommuniziert. Das Angebot, fehlende Leistungen durch buchbare Dienstleister zu ersetzen, war entgegenkommend, angesichts unserer finanziellen Mittel und fehlender Sponsoren jedoch nicht realisierbar.
Unsere Fehleinschätzung bestand darin, aus dem anfänglichen Interesse auf eine ausreichende Bereitschaft zur eigenverantwortlichen Umsetzung zu schließen. Interesse an einer zusätzlichen Ausstellungsmöglichkeit war vorhanden; die notwendige Übernahme von Aufgaben blieb dagegen zu gering. Damit fehlte dem Konzept seine entscheidende Grundlage.
Die Folge war eine kurzfristige Absage, durch die ein erheblicher Vorbereitungsaufwand ohne Ergebnis blieb.
Für künftige Vorhaben reicht es deshalb nicht, Interesse abzufragen. Bevor wir eine Ausstellung verbindlich einplanen, müssen auch die notwendigen Aufgaben verteilt und ihre Übernahme zugesagt sein. Zusätzliche Ausstellungsmöglichkeiten in Eigenverantwortung können nur funktionieren, wenn diese Verantwortung tatsächlich getragen wird.
Unser besonderer Dank
Unser herzlicher Dank gilt Ihrer Durchlaucht Prinzessin von Hohenzollern sowie Frau Dressel für die freundliche Einladung, ihre Unterstützung und die angebotene Möglichkeit, auf Burg Namedy auszustellen.
Wie wir inzwischen erfahren haben, wurde uns der bereits gezahlte Unkostenbeitrag in voller Höhe zurückerstattet. Für dieses Entgegenkommen bedanken wir uns ganz herzlich.
Für die durch unsere kurzfristige Absage entstandenen Unannehmlichkeiten bitten wir hiermit nochmals ausdrücklich um Entschuldigung.
Mit freundlichen Grüßen
Das R!R? Team
