RHEIN!ROMANTIK? beschäftigt sich seit 2021 mit dem Rhein als Landschaft, Lebensraum, Erinnerungsort und kultureller Projektionsfläche. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema findet nicht nur in Bildern statt. Auch Worte können Zugänge eröffnen, Fragen stellen, Erfahrungen vermitteln und neue Perspektiven sichtbar machen.
Deshalb versammelt dieses Kapitel Beiträge unterschiedlicher Art. Neben literarischen Texten aus unserer Schreibwerkstatt finden sich persönliche Erinnerungen, Beobachtungen und Gedanken von Menschen, die dem Rhein auf ganz unterschiedliche Weise begegnen. Manche nähern sich dem Fluss poetisch und suchend, andere beschreiben konkrete Erfahrungen aus ihrem Alltag oder ihrem beruflichen Umfeld. Wieder andere erzählen von Begegnungen, die ohne den Rhein vielleicht nie stattgefunden hätten.
Die Vielfalt dieses Kapitels entsteht aus den Beiträgen derjenigen, die bereit waren, ihre Sicht auf den Rhein mit uns zu teilen. Entstanden ist keine vollständige Sammlung, sondern ein Ausschnitt unterschiedlicher Erfahrungen, Erinnerungen und Gedanken.
Gerade darin liegt sein besonderer Wert. Die Texte verfolgen weder ein gemeinsames literarisches Programm noch einen wissenschaftlichen Anspruch. Sie müssen nicht derselben Meinung sein und führen nicht zu einer gemeinsamen Schlussfolgerung. Vielmehr ergänzen sie sich zu einem vielstimmigen Bild des Rheins, das ebenso offen bleibt wie die Fragen, die RHEIN!ROMANTIK? seit Beginn begleiten.
So entsteht neben den Fotografien, Gemälden, Skulpturen und Objektarbeiten eine weitere Ebene der Annäherung. Die Bilder zeigen, was sichtbar ist. Die Texte erzählen von dem, was Menschen darin sehen, erinnern oder suchen. Gemeinsam bilden sie einen weiteren Baustein jener fortlaufenden Auseinandersetzung mit dem Rhein, die das Projekt bis zum BUGA-Jahr 2029 begleitet.
