Projektpräsentation


Projektpräsentation Stand 2026

Vorbemerkung

RHEIN!ROMANTIK? begleitet den Rhein seit 2021 mit Ausstellungen, Texten, Begegnungen und künstlerischen Beiträgen an wechselnden Orten.

In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Dokumentationen entstanden. Viele Informationen, Projektstände, Ausstellungen und Entwicklungen wurden bereits auf der Homepage, in Katalogen und Jahrbüchern festgehalten.

Nach sechs Jahren Projektarbeit erschien es uns sinnvoll, den Blick noch einmal auf die Grundidee von RHEIN!ROMANTIK? zu richten. Nicht als vollständige Chronik und nicht als Auflistung aller Aktivitäten, sondern als Versuch, das Projekt aus heutiger Sicht neu zu betrachten und seine wesentlichen Gedanken zusammenzufassen.

Die folgenden Seiten verstehen sich deshalb als eine erneute Annäherung an RHEIN!ROMANTIK?. Sie beschreiben die Entstehung, die Entwicklung und die Ziele des Projekts, ohne den Anspruch zu erheben, alle Ereignisse und Beteiligten vollständig darzustellen.

Wer tiefer in die Geschichte des Projekts eintauchen möchte, findet auf der Homepage die laufende Dokumentation mit Ausstellungen, Beiträgen, Katalogen, Presseberichten und vielen weiteren Informationen.

RHEIN!ROMANTIK? – Projektpräsentation

Was ist RHEIN!ROMANTIK?

RHEIN!ROMANTIK? ist ein langfristiges Kunst- und Gemeinschaftsprojekt, das sich seit 2021 mit der Frage beschäftigt, welche Bedeutung der Rhein und die Rheinromantik heute besitzen.

Ausgangspunkt ist der Rhein als Landschaft, Kulturraum, Verkehrsweg, Lebensraum und Erinnerungsort. Künstlerinnen, Künstler und Autorinnen aus unterschiedlichen Bereichen setzen sich mit diesem Thema auseinander und bringen ihre persönlichen Sichtweisen in das Projekt ein.

Dabei geht es nicht darum, eine gemeinsame Definition von Rheinromantik zu finden. Vielmehr entstehen unterschiedliche Antworten auf dieselbe Frage. Fotografien, Gemälde, Skulpturen, Texte und andere künstlerische Arbeiten spiegeln Erfahrungen, Erinnerungen, Beobachtungen und Vorstellungen wider.

RHEIN!ROMANTIK? versteht sich deshalb nicht als klassische Themenausstellung, sondern als offener Dialog über den Rhein und seine Bedeutung in der Gegenwart.

Warum ein Ausrufezeichen und ein Fragezeichen?

Der Name RHEIN!ROMANTIK? enthält bewusst zwei Zeichen.

Der Rhein steht für eine reale, geographische und historische Wirklichkeit. Seit Jahrhunderten prägt er Landschaften, Städte und das Leben der Menschen entlang seiner Ufer. Das Ausrufezeichen verweist auf diese unbestreitbare Tatsache.

Anders verhält es sich mit der Romantik. Sie lässt sich nicht eindeutig festlegen. Für die einen ist sie eine kunsthistorische Epoche, für andere eine Stimmung, eine Erinnerung oder eine persönliche Sehnsucht.

Was aber bedeutet Rheinromantik heute?

Genau diese Frage bildet den Ausgangspunkt des Projekts. Jedes Werk beantwortet sie auf eigene Weise. Manche Arbeiten knüpfen an historische Vorstellungen an, andere widersprechen ihnen oder erweitern sie um neue Perspektiven.

Das Fragezeichen steht deshalb nicht für Zweifel am Rhein, sondern für die offene Suche nach der Bedeutung von Rheinromantik in der Gegenwart.

Die Entstehung des Projekts

Die Wurzeln von RHEIN!ROMANTIK? reichen bis in das Jahr 2018 zurück. Ausgangspunkt war die Begegnung von Mitgliedern des Foto-Clubs Koblenz mit Künstlerinnen und Künstlern des Kunst-Spektrums Bingen. Aus ersten Gesprächen entwickelte sich die Idee, unterschiedliche künstlerische Disziplinen in einem gemeinsamen Projekt zusammenzuführen.

2019 begannen die konkreten Planungen. Schon früh entstand die Vorstellung, das Projekt über mehrere Jahre hinweg zu entwickeln und bis in das BUGA-Jahr 2029 fortzuführen.

Die Corona-Pandemie erschwerte den Start erheblich. Dennoch entschieden sich die Beteiligten, den begonnenen Weg fortzusetzen. Aus einer ursprünglich geplanten Gemeinschaftsausstellung entwickelte sich Schritt für Schritt ein langfristiges Kunst- und Gemeinschaftsprojekt mit wechselnden Ausstellungen entlang des Rheins.

Heute umfasst RHEIN!ROMANTIK? zahlreiche Ausstellungen, Veranstaltungsorte, Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie eine kontinuierlich wachsende Dokumentation künstlerischer und literarischer Beiträge.

Wie arbeitet RHEIN!ROMANTIK?

RHEIN!ROMANTIK? versteht sich als offenes Gemeinschaftsprojekt. Beteiligt sind Menschen mit unterschiedlichen künstlerischen und literarischen Hintergründen. Fotografien, Malerei, Grafik, Skulpturen, Texte und weitere Ausdrucksformen begegnen sich innerhalb eines gemeinsamen Projektrahmens.

Teilnehmen können sowohl professionelle Künstlerinnen und Künstler als auch engagierte Amateurkünstler. Entscheidend ist nicht die gewählte Technik, sondern die persönliche Auseinandersetzung mit dem Rhein und der Frage nach der Rheinromantik.

Die eingereichten Arbeiten werden regelmäßig von einer unabhängigen Jury gesichtet. Ziel ist nicht die Durchsetzung einer bestimmten Stilrichtung, sondern die Sicherung von Qualität, Vielfalt und Ausgewogenheit innerhalb der Ausstellungen.

Ein wesentliches Merkmal des Projekts sind die wechselnden Ausstellungsorte. Die Werke bleiben nicht dauerhaft an einem Ort, sondern wandern durch die Region und treten dabei immer wieder in neue Beziehungen zu Landschaft, Architektur und Publikum.

Ausstellungen, Jurierungen, Begegnungen, Vorträge, Veröffentlichungen und gemeinsame Gespräche bilden zusammen einen fortlaufenden Entwicklungsprozess, der bis zum Jahr 2029 angelegt ist.

Teilnehmer, Jury und Ausstellungen

Das Herzstück von RHEIN!ROMANTIK? sind die Menschen, die sich mit ihren Werken, Texten und Ideen am Projekt beteiligen. Sie bringen unterschiedliche Erfahrungen, Sichtweisen und Ausdrucksformen ein. Gerade diese Vielfalt ist ausdrücklich gewünscht.

Die Jury begleitet diesen Prozess. Sie unterstützt die Auswahl der Werke für die jeweiligen Ausstellungen und trägt dazu bei, die künstlerische Qualität und Ausgewogenheit der Präsentationen zu sichern. Dabei versteht sie sich nicht als Instanz, die festlegt, was Rheinromantik ist oder nicht ist.

Die Ausstellungen bilden den sichtbaren Mittelpunkt des Projekts. Mit jeder Jurierung, jedem neuen Teilnehmer und jedem neuen Ausstellungsort verändert sich ihre Zusammensetzung. Dadurch bleibt RHEIN!ROMANTIK? in Bewegung und entwickelt sich kontinuierlich weiter.

Im Laufe der Jahre entstand ein Netzwerk aus Museen, Rathäusern, Kulturzentren, historischen Gebäuden, Burgen, Schiffen und weiteren Ausstellungsorten. Jeder dieser Orte eröffnet neue Perspektiven auf die gezeigten Werke und auf den Rhein selbst.

Literatur und Schreibwerkstatt

Von Beginn an gehörten auch literarische Beiträge zu RHEIN!ROMANTIK?. Autorinnen und Autoren beteiligen sich mit Gedichten, Erzählungen, Essays und anderen Textformen an der Auseinandersetzung mit dem Rhein und seiner kulturellen Bedeutung.

Im Laufe der Projektentwicklung entstand daraus eine feste Schreibwerkstatt. Hier stehen nicht öffentliche Lesungen im Mittelpunkt, sondern die gemeinsame Arbeit an Texten und deren Bezug zu den ausgestellten Werken.

Die Texte verstehen sich nicht als Bildbeschreibungen oder verbindliche Interpretationen. Sie eröffnen zusätzliche Zugänge zu den Werken und erweitern deren Wahrnehmung um persönliche Gedanken, Erinnerungen, Assoziationen und literarische Bilder.

So entstand innerhalb von RHEIN!ROMANTIK? ein eigener literarischer Bereich, der die bildenden Arbeiten ergänzt und die Vielfalt der Perspektiven um sprachliche Ausdrucksformen erweitert.

Stimmen und Begleiter des Projekts

RHEIN!ROMANTIK? wird nicht allein von den beteiligten Künstlerinnen, Künstlern und Autorinnen getragen. Im Verlauf der Jahre haben zahlreiche Menschen, Institutionen und Organisationen das Projekt begleitet, unterstützt und mitgestaltet.

Dazu gehören Gastgeber, Museen, Kulturinstitutionen, Kommunen, Pressevertreter, Musikerinnen und Musiker ebenso wie Laudatorinnen, Laudatoren und Verfasser von Grußworten.

Besonders prägend war der Gedanke des „subjektiven Echos“, mit dem Prof. Dr. Beate Reifenscheid die künstlerischen Beiträge beschrieb. Die Werke erscheinen als individuelle Antworten auf denselben Landschafts- und Kulturraum – unterschiedlich in Form und Ausdruck, verbunden durch ihren gemeinsamen Bezug zum Rhein.

Die Vielzahl dieser Stimmen macht deutlich, dass RHEIN!ROMANTIK? nicht nur eine Reihe von Ausstellungen ist, sondern zugleich ein fortlaufender Dialog über Landschaft, Erinnerung, Kultur und Gegenwart.

Der Weg bis 2029

RHEIN!ROMANTIK? wurde von Beginn an als langfristiges Projekt angelegt. Bis zum BUGA-Jahr 2029 sollen weitere Ausstellungen, Begegnungen, Veröffentlichungen und neue künstlerische Beiträge entstehen.

Der lange Zeitraum ermöglicht es, neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer einzubeziehen, zusätzliche Ausstellungsorte zu erschließen und unterschiedliche Sichtweisen miteinander zu verknüpfen. Gleichzeitig bleibt Raum für Entwicklungen, die zu Beginn des Projekts noch nicht absehbar waren.

Das Projekt folgt keinem starren Plan. Neue Möglichkeiten entstehen, andere Vorhaben verändern sich oder werden weiterentwickelt. Gerade diese Offenheit gehört zum Wesen von RHEIN!ROMANTIK?.

Mit dem Jahr 2029 endet der heutige Projektrahmen. Welche Form der Abschluss letztlich annehmen wird, steht bewusst noch nicht fest. Denkbar sind Ausstellungen, Publikationen, Dokumentationen oder andere Formen des Rückblicks.

RHEIN!ROMANTIK? versteht den Weg bis 2029 deshalb nicht als geradlinige Planung, sondern als offenen Prozess, dessen Ergebnisse erst nach und nach sichtbar werden.

RHEIN!ROMANTIK? in Zahlen

Die folgenden Zahlen verstehen sich als Zwischenbilanz eines laufenden Projekts. Sie dokumentieren keinen Endstand, sondern einen Moment innerhalb eines langfristigen Entwicklungsprozesses.

• 20 Ausstellungen seit 2021
• rund 950 eingereichte Werkfotos
• über 100 Autorinnen und Autoren
• 37 Jurorinnen und Juroren
• mehr als 70 Unterstützerinnen und Unterstützer
• 27 Grußworte
• 9 Laudatorinnen und Laudatoren
• 6 Jahrbücher und Kataloge
• 1 virtuelle Auftaktausstellung
• zahlreiche Ausstellungsorte entlang des Rheins

Diese Zahlen machen sichtbar, welche Größenordnung das Projekt inzwischen erreicht hat und auf wie viele Menschen, Institutionen und ehrenamtliche Beiträge es sich stützt.

Ausblick

Der Rhein gehört zu den am stärksten beschriebenen, gemalten, fotografierten und besungenen Landschaften Europas. Dennoch bleibt die Frage nach seiner heutigen Bedeutung offen.

RHEIN!ROMANTIK? versteht sich als Einladung, diese Frage immer wieder neu zu stellen. Nicht um eine endgültige Antwort zu finden, sondern um unterschiedliche Sichtweisen sichtbar zu machen und miteinander ins Gespräch zu bringen.

Jedes neue Werk, jeder Text, jede Ausstellung und jede Begegnung erweitert dieses gemeinsame Bild. So entsteht Schritt für Schritt eine vielstimmige Annäherung an den Rhein – offen, wandelbar und geprägt von den Menschen, die sich auf diesen Weg einlassen.

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

RHEIN!ROMANTIK? – Projektpräsentation

Kapitel 1″Was ist RHEIN!ROMANTIK? :

RHEIN!ROMANTIK? ist ein langfristiges Kunst- und Gemeinschaftsprojekt, das den Rhein nicht als feststehendes Motiv betrachtet, sondern als Ausgangspunkt für unterschiedliche persönliche, künstlerische und literarische Sichtweisen. Ausstellungen, Texte, Begegnungen und Diskussionen verbinden sich zu einer gemeinsamen Suche nach der Bedeutung von Rheinromantik in der Gegenwart.

Der Rhein wird dabei nicht nur als Landschaft verstanden. Er bildet den Ausgangspunkt für sehr unterschiedliche Antworten und Sichtweisen. Die entstandenen Werke lassen sich als individuelle Echos auf denselben Landschafts- und Kulturraum verstehen. Sie geben keine einheitliche Antwort auf die Frage nach der Rheinromantik, sondern spiegeln unterschiedliche Erfahrungen, Erinnerungen, Beobachtungen und Sichtweisen wider.

Der Name RHEIN!ROMANTIK? enthält bewusst ein Ausrufezeichen und ein Fragezeichen. Welche Bedeutung dahinter steht, wird im folgenden Abschnitt erläutert.

RHEIN!ROMANTIK? ist ein langfristiges Kunst- und Gemeinschaftsprojekt, das den Rhein nicht als feststehendes Motiv betrachtet, sondern als Ausgangspunkt für unterschiedliche persönliche, künstlerische und literarische Sichtweisen. Ausstellungen, Texte, Begegnungen und Diskussionen verbinden sich zu einer gemeinsamen Suche nach der Bedeutung von Rheinromantik in der Gegenwart.

Die Laudatorinnen und Laudatoren der vergangenen Ausstellungen haben das Projekt aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Ihre Beiträge reichen von kunsthistorischen und kulturwissenschaftlichen Betrachtungen bis zu sehr persönlichen Annäherungen an den Rhein. Trotz aller Unterschiede kehren bestimmte Gedanken immer wieder zurück: der Rhein als Kulturlandschaft, die Vielfalt individueller Wahrnehmungen, die Spannung zwischen Wirklichkeit und Vorstellung sowie die Offenheit der Frage nach der Bedeutung von Rheinromantik in der Gegenwart.

Besonders prägend war dabei der Gedanke des „subjektiven Echos“, mit dem Prof. Dr. Beate Reifenscheid die künstlerischen Beiträge beschrieb. Die Werke erscheinen dabei als individuelle Antworten auf denselben Landschafts- und Kulturraum – unterschiedlich in Form, Inhalt und Ausdruck, verbunden jedoch durch ihren gemeinsamen Bezug zum Rhein.

Der Rhein wird dabei nicht nur als Landschaft verstanden. Er bildet den Ausgangspunkt für sehr unterschiedliche Antworten und Sichtweisen. Die entstandenen Werke lassen sich als individuelle Echos auf denselben Landschafts- und Kulturraum verstehen. Sie geben keine einheitliche Antwort auf die Frage nach der Rheinromantik, sondern spiegeln unterschiedliche Erfahrungen, Erinnerungen, Beobachtungen und Sichtweisen wider.

Der Name RHEIN!ROMANTIK? enthält bewusst ein Ausrufezeichen und ein Fragezeichen. Welche Bedeutung dahinter steht, wird im folgenden Abschnitt erläutert.

Kapitel 2: Die Entstehung des Projekts

Die Wurzeln von RHEIN!ROMANTIK? reichen in das Jahr 2018 zurück. Ausgangspunkt war die Begegnung von Mitgliedern des Foto-Clubs Koblenz mit Künstlerinnen und Künstlern des Kunst-Spektrums Bingen. In Gesprächen entstand die Idee, Fotografie, Malerei und Bildhauerei in einem gemeinsamen Projekt zusammenzuführen.

2019 begannen die konkreten Planungen. Ziel war zunächst eine gemeinsame Ausstellung, die unterschiedliche künstlerische Sichtweisen auf den Rhein und seine Landschaft sichtbar machen sollte. Schnell wurde deutlich, dass daraus mehr entstehen konnte als ein einmaliges Ausstellungsprojekt.

Gemeinsam entwickelten die Beteiligten die Vorstellung eines langfristigen Vorhabens mit wechselnden Ausstellungen entlang des Mittelrheins. Unterstützt wurde dieser Gedanke durch Kontakte zum Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal und zur Bundesgartenschau 2029.

Die Umsetzung verlief nicht immer geradlinig. Unterschiedliche Arbeitsweisen, Terminverschiebungen und schließlich die Corona-Pandemie stellten das Projekt vor erhebliche Herausforderungen. Dennoch entschieden sich die Beteiligten, den begonnenen Weg fortzusetzen. Aus einer zunächst gemeinsamen Ausstellungsidee entwickelte sich Schritt für Schritt ein langfristiges Kunst- und Gemeinschaftsprojekt.

Die ursprüngliche Perspektive blieb dabei erhalten: RHEIN!ROMANTIK? sollte sich über mehrere Jahre hinweg weiterentwickeln und bis zur Bundesgartenschau 2029 immer neue Formen der Begegnung mit dem Rhein ermöglichen.

Kapitel 3: Warum eine Frage?

Der Name RHEIN!ROMANTIK? enthält bewusst zwei unterschiedliche Zeichen.

Der Rhein steht dabei für etwas Reales. Er ist geologische, geografische und historische Wirklichkeit. Seit Jahrhunderten prägt er Landschaften, Städte, Verkehrswege und das Leben der Menschen entlang seiner Ufer. Das Ausrufezeichen verweist auf diese unbestreitbare Tatsache.

Anders verhält es sich mit der Romantik. Sie lässt sich nicht eindeutig festlegen. Für die einen ist sie eine kunst- und kulturgeschichtliche Epoche. Andere verbinden mit ihr Burgen, Weinberge und historische Ansichten des Mittelrheins. Wieder andere denken an persönliche Erinnerungen, Sehnsucht, Stimmungen oder Erfahrungen.

Was aber bedeutet Rheinromantik heute?

Genau diese Frage bildet den Ausgangspunkt des Projekts. RHEIN!ROMANTIK? versteht sich nicht als Versuch, eine verbindliche Antwort zu geben. Vielmehr lädt das Projekt dazu ein, unterschiedliche Sichtweisen sichtbar zu machen und miteinander ins Gespräch zu bringen.

Jedes Werk beantwortet die Frage nach der Rheinromantik auf seine eigene Weise. Manche Arbeiten knüpfen an historische Vorstellungen an, andere widersprechen ihnen bewusst oder erweitern sie um neue Perspektiven. Aus den vielen einzelnen Beiträgen entsteht kein abgeschlossenes Ergebnis, sondern ein offener Dialog.

Das Fragezeichen ist deshalb kein Zweifel am Rhein, sondern Ausdruck der Suche nach der Bedeutung von Rheinromantik in der Gegenwart.

Was RHEIN!ROMANTIK? nicht ist

RHEIN!ROMANTIK? ist keine feste Künstlergruppe und kein Verein mit einer einheitlichen künstlerischen Ausrichtung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeiten unabhängig voneinander und vertreten unterschiedliche künstlerische Positionen.

RHEIN!ROMANTIK? ist auch keine klassische Themenausstellung, die eine vorgegebene Sichtweise vermitteln möchte. Die Werke sollen keine gemeinsame Antwort liefern, sondern unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen.

Das Projekt versteht sich nicht als Museum und nicht als wissenschaftliche Forschungseinrichtung. Es erhebt keinen Anspruch auf eine abschließende Definition dessen, was Rheinromantik ist oder sein sollte.

Ebenso wenig geht es um die nostalgische Wiederholung historischer Bilder. Zwar spielen Burgen, Weinberge, Flusslandschaften und Erinnerungen eine wichtige Rolle, doch richtet sich der Blick ebenso auf die Gegenwart und auf die Veränderungen, denen die Region unterliegt.

RHEIN!ROMANTIK? ist deshalb weder eine Rückschau noch ein Denkmal für vergangene Zeiten. Das Projekt versteht sich vielmehr als offene Plattform, auf der Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Ausdrucksformen und Sichtweisen der Frage nachgehen können, welche Bedeutung der Rhein und die Rheinromantik heute besitzen.

Wie funktioniert RHEIN!ROMANTIK?

RHEIN!ROMANTIK? ist als langfristiges Gemeinschaftsprojekt angelegt. Es verbindet Menschen unterschiedlicher künstlerischer Disziplinen, die sich mit dem Rhein und der Frage nach der Rheinromantik auseinandersetzen möchten.

Teilnehmen können sowohl professionelle Künstlerinnen und Künstler als auch engagierte Amateurkünstler. Fotografien, Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Texte und andere künstlerische Ausdrucksformen sind grundsätzlich willkommen. Entscheidend ist nicht die Technik, sondern die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema.

Die eingereichten Arbeiten werden in regelmäßigen Abständen von einer unabhängigen Jury gesichtet. Die Auswahl dient nicht dazu, eine bestimmte Stilrichtung vorzugeben, sondern soll die Qualität und Vielfalt der gezeigten Werke sichern.

Ein wesentliches Merkmal von RHEIN!ROMANTIK? sind die wechselnden Ausstellungsorte. Die Werke werden nicht dauerhaft an einem Ort präsentiert, sondern wandern durch die Region. Dadurch entstehen immer neue Begegnungen zwischen Kunst, Landschaft und Publikum.

Neben den bildenden Künstlerinnen und Künstlern beteiligen sich auch Literatinnen und Literaten am Projekt. Texte, Gedichte, Essays und Erzählungen ergänzen die visuellen Arbeiten und eröffnen weitere Zugänge zum Thema Rheinromantik.

Das Projekt entwickelt sich bewusst über einen langen Zeitraum. Bis zum BUGA-Jahr 2029 sollen weitere Ausstellungen, Begegnungen und neue künstlerische Beiträge entstehen. Mit dem Jahr 2029 endet das Projekt in seiner heutigen Form.“

Die Ziele des Projekts

RHEIN!ROMANTIK? verfolgt mehrere miteinander verbundene Ziele.

Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Bedeutung der Rhein und die Rheinromantik heute besitzen. Das Projekt möchte unterschiedliche Sichtweisen sichtbar machen und einen Dialog über die Wahrnehmung dieser Landschaft anregen.

Ein weiteres Ziel besteht darin, Künstlerinnen und Künstler verschiedener Disziplinen miteinander in Kontakt zu bringen. Fotografie, Malerei, Grafik, Skulptur, Literatur und weitere Ausdrucksformen begegnen sich innerhalb eines gemeinsamen Projektrahmens und eröffnen unterschiedliche Zugänge zum Thema.

RHEIN!ROMANTIK? möchte außerdem Kunst an wechselnde Orte entlang des Rheins bringen. Die Ausstellungen finden bewusst nicht an einem festen Standort statt. Stattdessen entstehen immer neue Begegnungen zwischen Werken, Ausstellungsorten und Publikum.

Das Projekt versteht sich darüber hinaus als Einladung zur Auseinandersetzung mit einer Kulturlandschaft, die über Jahrhunderte hinweg von Natur und Mensch gleichermaßen geprägt wurde. Dabei stehen historische Vorstellungen von Rheinromantik ebenso im Blick wie aktuelle Entwicklungen und Veränderungen.

Mit seinem langfristigen Ansatz möchte RHEIN!ROMANTIK? künstlerische Beiträge sammeln, dokumentieren und miteinander verknüpfen. Auf diese Weise entsteht bis zum BUGA-Jahr 2029 ein wachsendes Zeugnis unterschiedlicher Sichtweisen auf den Rhein und seine Landschaft.

Die Idee hinter RHEIN!ROMANTIK?

Der Rhein gehört zu den am stärksten beschriebenen, gemalten, fotografierten und besungenen Landschaften Europas. Über Jahrhunderte hinweg sind Bilder entstanden, die unsere Vorstellung vom Rhein bis heute prägen. Burgen, Weinberge, Ruinen, Schiffe und Flusslandschaften erscheinen vielen Menschen vertraut, noch bevor sie den Ort selbst besucht haben.

Diese Bilder sind jedoch nicht einfach Wirklichkeit. Sie sind Deutungen, Erinnerungen und Vorstellungen, die sich über Generationen hinweg entwickelt haben. Oft sehen wir den Rhein nicht nur mit unseren Augen, sondern auch durch die Bilder, Geschichten und Erwartungen, die wir mit ihm verbinden.

RHEIN!ROMANTIK? geht von der Frage aus, welche Rolle diese Vorstellungen heute noch spielen. Was bleibt von der Rheinromantik in einer Zeit, die von Tourismus, Technik, Industrie, Klimawandel und gesellschaftlichen Veränderungen geprägt ist? Welche Bilder tragen wir weiterhin in uns? Welche verlieren ihre Bedeutung? Welche neuen entstehen?

Der Rhein erscheint dabei nicht nur als Naturlandschaft. Er ist zugleich Verkehrsweg, Wirtschaftsraum, Kulturraum, Erinnerungsort und Lebensraum. Seine heutige Gestalt ist das Ergebnis jahrhundertelanger Wechselwirkungen zwischen Natur und Mensch.

RHEIN!ROMANTIK? versteht sich deshalb als Einladung, genauer hinzusehen. Das Projekt möchte nicht erklären, was Rheinromantik ist. Es möchte sichtbar machen, wie unterschiedlich Menschen den Rhein wahrnehmen, erleben und interpretieren. Aus vielen einzelnen Sichtweisen entsteht ein vielschichtiges Bild, das offen bleibt und sich mit jedem neuen Beitrag weiterentwickelt.

Die Teilnehmer

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bilden das Herzstück von RHEIN!ROMANTIK?. Ohne ihre unterschiedlichen Sichtweisen, Erfahrungen und Ausdrucksformen könnte das Projekt nicht bestehen.

Von Beginn an war RHEIN!ROMANTIK? als offenes Gemeinschaftsprojekt angelegt. Beteiligt sind Menschen mit unterschiedlichen künstlerischen Hintergründen, Arbeitsweisen und Erfahrungen. Einige verfügen über eine langjährige professionelle Praxis, andere beschäftigen sich in ihrer Freizeit intensiv mit Kunst, Fotografie oder Literatur.

Gerade diese Vielfalt ist ausdrücklich gewünscht. Die unterschiedlichen Perspektiven führen dazu, dass der Rhein nicht aus einer einzigen Blickrichtung betrachtet wird. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bringt eigene Erfahrungen, Erinnerungen, Fragestellungen und Bildvorstellungen ein.

Im Laufe der Jahre ist die Zahl der Beteiligten kontinuierlich gewachsen. Neben Künstlerinnen und Künstlern aus dem Mittelrheintal beteiligen sich inzwischen auch Menschen aus anderen Regionen. Dadurch entsteht ein vielstimmiges Bild des Rheins, das sich mit jedem neuen Beitrag verändert und erweitert.

RHEIN!ROMANTIK? versteht die Teilnehmer nicht als Mitglieder einer festen Stilrichtung, sondern als Menschen, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem Rhein und der Frage nach seiner heutigen Bedeutung auseinandersetzen.

Die Jury

Die Jury übernimmt innerhalb von RHEIN!ROMANTIK? eine wichtige Aufgabe. Sie begleitet die Auswahl der eingereichten Werke und sorgt dafür, dass die Ausstellungen eine ausgewogene und vielfältige künstlerische Qualität zeigen.

Die Jurymitglieder stammen aus unterschiedlichen Bereichen von Kunst, Kultur und Wissenschaft. Ihre Aufgabe besteht nicht darin, eine bestimmte Stilrichtung oder Sichtweise vorzugeben. Vielmehr sollen die verschiedenen Beiträge nach nachvollziehbaren Kriterien betrachtet und bewertet werden.

Die Jurierung ist ein wichtiger Bestandteil des Projekts, weil sie hilft, aus einer großen Zahl eingereichter Arbeiten eine Auswahl für die jeweiligen Ausstellungen zusammenzustellen. Dabei treffen häufig sehr unterschiedliche Ausdrucksformen aufeinander – von der Fotografie über Malerei und Grafik bis hin zu Skulpturen und anderen künstlerischen Arbeiten.

Gleichzeitig versteht sich die Jury nicht als Instanz, die festlegt, was Rheinromantik ist oder nicht ist. Die Vielfalt der Perspektiven bleibt ein wesentlicher Bestandteil des Projekts. Die Jurierung dient daher vor allem der Qualitätssicherung und der ausgewogenen Präsentation der Werke.

Durch die wiederkehrenden Jurierungen entsteht über die Jahre hinweg eine Sammlung von Arbeiten, die unterschiedliche Sichtweisen auf den Rhein dokumentiert und die Entwicklung des Projekts sichtbar macht.

Die Literaten und die Schreibwerkstatt

Von Beginn an gehörten literarische Beiträge zu RHEIN!ROMANTIK?. Neben den bildenden Künstlerinnen und Künstlern beteiligten sich Autorinnen und Autoren mit Gedichten, Erzählungen, Essays und anderen Textformen an der Auseinandersetzung mit dem Rhein und der Frage nach der Rheinromantik.

In den ersten Jahren fanden regelmäßig Lesungen statt, die die Ausstellungen begleiteten. Mit der Zeit zeigte sich jedoch, dass dieses Format nur begrenzt auf Resonanz stieß. Die ursprünglich geplante Entwicklung eines eigenständigen literarischen Veranstaltungsprogramms wurde deshalb nicht weiter verfolgt.

Gleichzeitig entstand aus den gemeinsamen Gesprächen und Textarbeiten ein neuer Schwerpunkt. Die Schreibwerkstatt entwickelte sich zu einem festen Bestandteil des Projekts. Hier stehen nicht öffentliche Lesungen im Mittelpunkt, sondern die gemeinsame Arbeit an Texten und deren Bezug zu den ausgestellten Werken.

Die entstandenen Texte verstehen sich dabei nicht als klassische Bildbeschreibungen. Sie erläutern die Werke nicht und geben keine verbindliche Interpretation vor. Vielmehr ergänzen sie die ausgestellten Arbeiten um eine weitere Ebene. Persönliche Gedanken, literarische Bilder, Erinnerungen, Assoziationen und poetische Texte eröffnen zusätzliche Zugänge zu den Werken und erweitern deren Wahrnehmung.

Auf diese Weise entstand innerhalb von RHEIN!ROMANTIK? ein eigener literarischer Bereich, der die bildenden Arbeiten begleitet und die Vielfalt der Perspektiven auf den Rhein um sprachliche Ausdrucksformen erweitert.

Die Ausstellungen

Die Ausstellungen bilden das sichtbare Herzstück von RHEIN!ROMANTIK?. Hier treten die unterschiedlichen künstlerischen Positionen miteinander in Beziehung und werden für Besucherinnen und Besucher erfahrbar.

Von Beginn an war vorgesehen, die Werke nicht an einem festen Ort zu präsentieren. Stattdessen wandern die Ausstellungen durch die Region und begegnen dabei immer wieder neuen Räumen, Landschaften und Menschen. Jeder Ausstellungsort bringt eigene Voraussetzungen, Möglichkeiten und Fragestellungen mit sich.

Die Ausstellungen verstehen sich nicht als abgeschlossene Präsentationen. Mit jeder Jurierung, jedem neuen Teilnehmer und jedem Ausstellungsort verändert sich die Zusammensetzung der gezeigten Arbeiten. Dadurch bleibt das Projekt in Bewegung und entwickelt sich kontinuierlich weiter.

Die Bandbreite der Ausstellungsorte reicht von Museen und historischen Gebäuden über Rathäuser und Kulturzentren bis hin zu ungewöhnlichen Präsentationsformen. Gemeinsam ist allen Ausstellungen der Versuch, unterschiedliche Sichtweisen auf den Rhein sichtbar zu machen und miteinander ins Gespräch zu bringen.

Auf diese Weise entsteht über die Jahre hinweg kein statisches Ausstellungsprojekt, sondern eine fortlaufende Dokumentation künstlerischer Annäherungen an den Rhein und die Frage nach der Rheinromantik.

Besondere Ausstellungsformate

Im Laufe der Projektentwicklung entstanden neben den klassischen Ausstellungen auch ungewöhnliche Präsentationsformen. Sie erweiterten den Blick auf die Werke und ermöglichten neue Begegnungen mit Kunst und Landschaft.

Ein besonderes Merkmal von RHEIN!ROMANTIK? ist die Bereitschaft, Ausstellungen an Orte zu bringen, die ursprünglich nicht als Kunsträume gedacht waren. Dadurch entstehen neue Perspektiven sowohl auf die Werke als auch auf den Rhein selbst.

Zu diesen besonderen Formaten zählen unter anderem die Präsentation von Werken in den Gondeln der Koblenzer Seilbahn sowie die Ausstellung an Bord der MS Rheingau. In beiden Fällen verließen die Bilder den geschützten Ausstellungsraum und wurden Teil einer unmittelbaren Erfahrung von Landschaft und Bewegung.

Hinzu kommen kleinere Ausstellungsformate, die unter wechselnden Bedingungen an unterschiedlichen Orten gezeigt werden. Diese sogenannten Mini-Ausstellungen oder „en passant“-Präsentationen ermöglichen es, auch dort Einblicke in das Projekt zu geben, wo für eine große Ausstellung nicht ausreichend Platz vorhanden ist.

Die besonderen Formate zeigen, dass RHEIN!ROMANTIK? nicht an eine bestimmte Form der Präsentation gebunden ist. Sie sind Ausdruck des Versuchs, Kunst immer wieder in neue Zusammenhänge zu stellen und neue Wege der Begegnung mit dem Rhein zu eröffnen.

Kommunikation und Dokumentation

Die Kommunikation innerhalb von RHEIN!ROMANTIK? stellt besondere Anforderungen. Das Projekt erstreckt sich über viele Jahre, umfasst zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie wechselnde Ausstellungen an unterschiedlichen Orten.

Deshalb richtet sich die Kommunikation gleichzeitig an verschiedene Gruppen. Einerseits benötigen die Projektbeteiligten aktuelle Informationen zu Ausstellungen, Jurierungen, Veranstaltungen und organisatorischen Abläufen. Andererseits sollen Besucherinnen und Besucher, Medienvertreter und Interessierte einen verständlichen Zugang zum Projekt erhalten.

Eine zentrale Rolle übernimmt dabei die Homepage. Sie dient nicht nur als Informationsplattform für Gäste, sondern begleitet zugleich die laufende Entwicklung des Projekts. Aktuelle Veranstaltungen, Ausstellungen und Projektaktivitäten werden sichtbar gemacht und regelmäßig aktualisiert.

Da sich RHEIN!ROMANTIK? kontinuierlich weiterentwickelt, verändern sich auch die Inhalte der Homepage. Neue Projekte treten in den Vordergrund, vergangene Veranstaltungen werden Teil des Archivs. Die Homepage bildet damit nicht nur Ergebnisse ab, sondern dokumentiert auch den fortlaufenden Wandel des Projekts.

Ergänzend dazu erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wichtige Informationen über E-Mail-Verteiler und projektinterne Mitteilungen. Dadurch entsteht ein Zusammenspiel aus öffentlicher Information, laufender Dokumentation und direkter Kommunikation innerhalb des Projekts.

Neben der Homepage tragen Presseberichte, Kataloge, Vorträge, soziale Medien und andere Veröffentlichungen dazu bei, die Entwicklung von RHEIN!ROMANTIK? sichtbar zu machen und zu dokumentieren.

Der Weg bis 2029

RHEIN!ROMANTIK? wurde von Anfang an als langfristiges Projekt angelegt. Anders als eine einzelne Ausstellung oder eine zeitlich begrenzte Veranstaltungsreihe entwickelt sich das Vorhaben über viele Jahre hinweg.

Der lange Zeitraum ermöglicht es, unterschiedliche Orte, Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie neue künstlerische Positionen einzubeziehen. Mit jeder Ausstellung kommen weitere Perspektiven hinzu. Gleichzeitig verändern sich Fragestellungen, Themen und Sichtweisen.

Das Projekt folgt keinem starren Plan. Neue Möglichkeiten entstehen, andere Vorhaben werden verändert, verschoben oder aufgegeben. Dadurch bleibt Raum für Entwicklungen, die zu Beginn noch nicht absehbar waren.

Die Jahre bis 2029 bilden den zeitlichen Rahmen dieser gemeinsamen Reise. Welche Werke, Ausstellungen, Texte und Begegnungen bis dahin entstehen werden, lässt sich nicht vollständig vorhersagen. Gerade diese Offenheit gehört zum Wesen des Projekts.

Mit dem BUGA-Jahr 2029 endet der derzeitige Projektrahmen. Wie dieses Ende aussehen wird, steht bewusst nicht fest. Denkbar sind Ausstellungen, Publikationen, Dokumentationen oder andere Formen des Rückblicks. Die konkrete Gestalt wird sich erst im Verlauf der kommenden Jahre entwickeln.

RHEIN!ROMANTIK? versteht den Weg bis 2029 deshalb nicht als geradlinige Planung, sondern als offenen Prozess, dessen Ergebnisse erst nach und nach sichtbar werden.

Entwicklung des Projekts 2021–2029

(Text folgt)

Organisation und Zusammenarbeit

Ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit sind die regelmäßigen Treffen der Organisatoren und Beteiligten. In diesen Besprechungen werden Ausstellungen vorbereitet, aktuelle Entwicklungen besprochen, Aufgaben verteilt und zukünftige Schritte abgestimmt. Die Ergebnisse werden dokumentiert und stehen den Beteiligten als gemeinsame Arbeitsgrundlage zur Verfügung. Auf diese Weise entsteht über die Jahre hinweg eine fortlaufende Projektdokumentation, die Entscheidungen, Entwicklungen und Veränderungen nachvollziehbar macht.

Die Kataloge

Die Kataloge begleiten RHEIN!ROMANTIK? seit den ersten Ausstellungen und übernehmen eine wichtige dokumentarische Funktion innerhalb des Projekts.

Während sich Ausstellungen verändern und die Inhalte der Homepage laufend weiterentwickeln, halten die Kataloge jeweils einen bestimmten Zeitpunkt fest. Sie dokumentieren die beteiligten Künstlerinnen und Künstler, die ausgewählten Werke sowie den jeweiligen Entwicklungsstand des Projekts.

Jeder Katalog bildet damit eine Momentaufnahme. Er zeigt, welche Themen, Fragestellungen und künstlerischen Positionen zum Zeitpunkt seines Erscheinens sichtbar waren. Spätere Veränderungen, neue Teilnehmer oder neue Ausstellungen verändern diesen dokumentierten Zustand nicht mehr.

Auf diese Weise entsteht über die Jahre hinweg eine Reihe von Veröffentlichungen, die die Entwicklung von RHEIN!ROMANTIK? nachvollziehbar machen. Die Kataloge bewahren einzelne Projektstände und ergänzen damit die Homepage, die den fortlaufenden Wandel des Projekts begleitet.

Zusammen bilden Homepage und Kataloge zwei unterschiedliche Formen der Dokumentation: Die Homepage folgt der laufenden Entwicklung, die Kataloge halten ausgewählte Entwicklungsstufen dauerhaft fest.

Das Buchprojekt 2029

Von Beginn an stellte sich die Frage, wie die Erfahrungen, Werke und Gedanken eines über viele Jahre laufenden Projekts dokumentiert werden können. Mit jeder Ausstellung, jedem neuen Teilnehmer und jedem Text wächst die Zahl der Perspektiven auf den Rhein und die Rheinromantik.

Aus dieser Überlegung entstand die Idee eines abschließenden Buchprojekts für das Jahr 2029. Dabei geht es nicht allein um die Veröffentlichung ausgewählter Werke. Das Buch soll zugleich die Entwicklung des Projekts sichtbar machen und unterschiedliche Sichtweisen auf den Rhein miteinander in Beziehung setzen.

Wie dieses Buch am Ende aussehen wird, ist bewusst offen gehalten. Im Verlauf des Projekts entstanden verschiedene Vorstellungen und Konzepte. Neben klassischen Katalogformen werden auch neue Ansätze diskutiert, die Bildfolgen, Texte, Gedanken und Erfahrungen miteinander verbinden.

Das Buchprojekt versteht sich daher nicht als festgelegtes Ziel, sondern als Teil eines offenen Entwicklungsprozesses. Seine endgültige Gestalt wird sich erst im Laufe der kommenden Jahre herausbilden.

Wie das Projekt selbst soll auch das Buch unterschiedliche Perspektiven zusammenführen und einen Blick auf die Vielfalt der entstandenen Arbeiten ermöglichen.

Die Ausstellungsorte

RHEIN!ROMANTIK? ist bewusst nicht an einen festen Ausstellungsort gebunden. Das Projekt versteht sich als wandernde Ausstellung, die an unterschiedlichen Orten entlang des Rheins und darüber hinaus gezeigt wird.

Jeder Ausstellungsort bringt eigene räumliche, historische und kulturelle Voraussetzungen mit sich. Ein Museum stellt andere Anforderungen als ein Rathaus, ein historisches Gebäude oder ein Schiff. Dadurch entstehen immer neue Beziehungen zwischen den gezeigten Werken und ihrer Umgebung.

Die wechselnden Ausstellungsorte ermöglichen es zudem, unterschiedliche Besuchergruppen zu erreichen und das Projekt über regionale Grenzen hinweg sichtbar zu machen. Gleichzeitig verändern sich mit jedem Ort die Blickwinkel auf die gezeigten Arbeiten.

Die Ausstellungen sind deshalb nicht als Wiederholung derselben Präsentation zu verstehen. Vielmehr entwickelt sich das Projekt von Ort zu Ort weiter. Neue Werke kommen hinzu, andere treten in den Hintergrund, und die jeweilige Umgebung beeinflusst die Wahrnehmung der Ausstellung.

Auf diese Weise entsteht über die Jahre hinweg ein Netzwerk von Ausstellungsorten, die gemeinsam zur Geschichte von RHEIN!ROMANTIK? beitragen.

Im Laufe der Jahre entstand ein Netzwerk von Ausstellungsorten entlang des Rheins und seiner angrenzenden Regionen. Betrachtet man die Orte auf einer Karte, wird sichtbar, dass sich die Entwicklung des Projekts in gewisser Weise dem Verlauf des Flusses anschließt und so ein räumliches Bild der Projektgeschichte entsteht.

Das ORGA-Team

Ein Projekt, das über viele Jahre hinweg an unterschiedlichen Orten stattfindet, benötigt eine kontinuierliche organisatorische Begleitung. Diese Aufgabe übernimmt das ORGA-Team von RHEIN!ROMANTIK?.

Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Vorbereitung und Koordination von Ausstellungen, die Kommunikation mit Ausstellungsorten und Teilnehmern, die Organisation von Jurierungen, die Pflege der Homepage, die Erstellung von Katalogen sowie die Planung zukünftiger Aktivitäten.

Die Arbeit erfolgt ehrenamtlich und verteilt sich auf verschiedene Personen mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen. Dadurch können Erfahrungen, Kontakte und Fähigkeiten gebündelt werden.

Ein wesentlicher Bestandteil der Zusammenarbeit sind regelmäßige Besprechungen, in denen aktuelle Entwicklungen, organisatorische Fragen und zukünftige Vorhaben abgestimmt werden. Auf diese Weise entsteht über die Jahre hinweg eine gemeinsame Arbeitsgrundlage, die die Kontinuität des Projekts unterstützt.

Das ORGA-Team versteht sich dabei nicht als Leitung im klassischen Sinn, sondern als unterstützende Struktur, die den Rahmen für die vielfältigen Aktivitäten von RHEIN!ROMANTIK? schafft.

Geschichte des Projekts

Die Geschichte von RHEIN!ROMANTIK? lässt sich nicht auf eine einzelne Ausstellung oder einen einzelnen Ort reduzieren. Seit den ersten Überlegungen im Jahr 2018 und dem Projektstart 2021 hat sich das Vorhaben Schritt für Schritt weiterentwickelt.

Neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen hinzu, Ausstellungsorte wechselten, Formate wurden erprobt und weiterentwickelt. Manche Ideen wurden verwirklicht, andere verändert oder wieder verworfen. Dadurch entstand eine Projektgeschichte, die ebenso von Kontinuität wie von Veränderung geprägt ist.

Die folgende Übersicht dokumentiert wichtige Stationen dieser Entwicklung. Sie zeigt nicht nur die Ausstellungen selbst, sondern auch den Weg, den RHEIN!ROMANTIK? bis zum BUGA-Jahr 2029 zurückgelegt hat und weiterhin zurücklegt.

2018–2020: Von der Idee zum Projekt

Die Wurzeln von RHEIN!ROMANTIK? reichen bis in das Jahr 2018 zurück. Ausgangspunkt war eine Begegnung zwischen Mitgliedern des Foto-Clubs Koblenz und Künstlerinnen und Künstlern des Kunst-Spektrums Bingen. Aus ersten Gesprächen entwickelte sich die Idee, Fotografie, Malerei, Grafik und Bildhauerei in einem gemeinsamen Projekt zusammenzuführen.

Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Bedeutung die Rheinromantik heute noch besitzt und wie sich dieser kulturgeschichtliche Begriff mit den Mitteln der Kunst neu betrachten lässt. Schnell entstand der Wunsch, unterschiedliche künstlerische Sichtweisen zusammenzuführen und den Rhein nicht nur als Landschaft, sondern auch als kulturellen und gesellschaftlichen Raum zu betrachten.

2019 begannen die konkreten Planungen. Projektstrukturen wurden entwickelt, erste Kriterien für die Teilnahme diskutiert und mögliche Ausstellungsorte ins Auge gefasst. Bereits in dieser frühen Phase entstand die Vorstellung, das Projekt über mehrere Jahre hinweg zu entwickeln und bis in das BUGA-Jahr 2029 fortzuführen.

Die Jahre 2020 und 2021 wurden durch die Corona-Pandemie geprägt. Geplante Aktivitäten mussten verschoben werden, persönliche Treffen waren nur eingeschränkt möglich. Gleichzeitig entstanden neue Formen der Zusammenarbeit und Präsentation. Die Beteiligten nutzten diese Zeit, um Werke zu entwickeln, Ideen zu vertiefen und die Grundlagen für die spätere Umsetzung zu schaffen.

Aus einer zunächst überschaubaren Gemeinschaftsausstellung entwickelte sich Schritt für Schritt ein langfristiges Kunst- und Gemeinschaftsprojekt, dessen weitere Entwicklung zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar war.

2021: Der Projektstart

Das Jahr 2021 markiert den eigentlichen Projektstart von RHEIN!ROMANTIK?. Aufgrund der Einschränkungen während der Corona-Pandemie konnte die ursprünglich geplante Form der Präsentation nicht umgesetzt werden. Stattdessen entstand eine virtuelle Ausstellung, die neue technische Möglichkeiten nutzte.

Die Besucherinnen und Besucher konnten sich durch eine dreidimensional gestaltete Ausstellung bewegen und die Werke in einem digitalen Raum betrachten. Ergänzt wurde dieses Format durch gemeinsame Zoom-Veranstaltungen, bei denen Fragen gestellt, Eindrücke ausgetauscht und Gespräche mit den Beteiligten geführt werden konnten.

Für viele war diese Verbindung aus virtueller Ausstellung und direkter Kommunikation Neuland. Die technischen Voraussetzungen stellten nicht selten eine Herausforderung dar. Gleichzeitig eröffnete das Format Möglichkeiten, die in einer klassischen Ausstellung nur schwer umzusetzen gewesen wären.

Rückblickend erwies sich dieser ungewöhnliche Projektstart als wichtiger Schritt. Die virtuelle Ausstellung machte sichtbar, dass RHEIN!ROMANTIK? auch unter schwierigen Bedingungen arbeitsfähig blieb und neue Wege der Präsentation erproben konnte.

Mit dem Projektstart wurde zugleich die Grundlage für die späteren realen Ausstellungen geschaffen. Aus den digitalen Anfängen entwickelte sich in den folgenden Jahren ein wachsendes Netzwerk von Ausstellungen, Teilnehmern und Veranstaltungsorten.

2022–2024: Die ersten Ausstellungen und die Öffnung des Projekts

Die Jahre 2022 bis 2024 waren geprägt von der Überführung der Projektidee in die Praxis. Nach dem virtuellen Projektstart musste sich zeigen, ob RHEIN!ROMANTIK? auch als reales Ausstellungsprojekt funktionieren würde.

Viele Fragen waren zunächst offen. Würden sich genügend Teilnehmer beteiligen? Würden sich geeignete Jurorinnen und Juroren finden lassen? Würden Ausstellungsorte bereit sein, das Projekt aufzunehmen? Und würde das Interesse ausreichen, um die Idee über eine erste Präsentation hinaus fortzuführen?

Gleichzeitig zeigte sich eine weitere Herausforderung. Die beteiligten künstlerischen Disziplinen arbeiteten mit sehr unterschiedlichen Zeitrhythmen. Während Fotografien oft vergleichsweise schnell entstehen konnten, benötigten Malerei, Grafik und Bildhauerei deutlich längere Entwicklungszeiten. Erst nach und nach gelang es, diese unterschiedlichen Arbeitsweisen in einem gemeinsamen Projektablauf zu synchronisieren.

Mit den ersten realen Ausstellungen wuchs das Vertrauen in die Tragfähigkeit des Projekts. Neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen hinzu, weitere Ausstellungsorte öffneten sich für die Idee, und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bereichen entwickelte sich zunehmend zu einer gemeinsamen Projektkultur.

Mit den ersten Ausstellungen wuchs auch der organisatorische Aufwand. Die Beteiligten übernahmen nicht nur Transport, Auf- und Abbau sowie die Betreuung der Ausstellungen, sondern stellten häufig auch die notwendige Aufsicht während der Öffnungszeiten sicher. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement wäre die Durchführung vieler Ausstellungen nicht möglich gewesen.

Gleichzeitig entwickelten sich die Vernissagen zunehmend zu eigenständigen Veranstaltungen. Neben der Präsentation der Werke spielten Musik, Gespräche und fachkundige Einführungen eine immer größere Rolle. Bereits früh gelang es, Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur als Laudatorinnen und Laudatoren zu gewinnen. Die Mitwirkung von Prof. Dr. Beate Reifenscheid, Direktorin des Ludwig Museums Koblenz, gehörte zu den frühen Zeichen öffentlicher Anerkennung. Ihre Laudatio stellte das Projekt in einen größeren Zusammenhang von Kulturlandschaft, Rheinromantik und künstlerischer Auseinandersetzung mit dem Mittelrheintal.

Mit den ersten Ausstellungen wurde deutlich, dass die Präsentation der Werke nur einen Teil der Projektarbeit ausmacht. Organisation, Transport, Auf- und Abbau, Ausstellungsaufsicht, Vernissagen, Pressearbeit und die Betreuung von Gästen erforderten einen erheblichen ehrenamtlichen Einsatz der Beteiligten. Viele Aufgaben wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst übernommen und prägten das Gemeinschaftsgefühl innerhalb des Projekts.

Rückblickend waren diese Jahre weniger von spektakulären Einzelereignissen geprägt als von der allmählichen Erkenntnis, dass aus einer Idee ein dauerhaftes Projekt geworden war. Die Grundlagen für die weitere Entwicklung von RHEIN!ROMANTIK? wurden in dieser Phase gelegt. Aus den ersten Ausstellungen entstand Schritt für Schritt ein Netzwerk von Teilnehmern, Unterstützern, Gastgebern und Ausstellungsorten, das die weitere Entwicklung des Projekts bis heute trägt.

2025–2026: Neue Formate und neue Orte

In den Jahren 2025 und 2026 verlagerte sich der Schwerpunkt von RHEIN!ROMANTIK? zunehmend auf die Weiterentwicklung bestehender Strukturen. Nachdem sich das Projekt in den Vorjahren etabliert hatte, rückte die Frage in den Mittelpunkt, wie Ausstellungen, Teilnehmer und organisatorische Abläufe langfristig miteinander in Einklang gebracht werden können.

Eine wichtige Rolle spielte dabei das Format „en passant“. Die kleineren und flexibleren Ausstellungen ermöglichten es, neue Orte einzubeziehen und gleichzeitig den organisatorischen Aufwand zu reduzieren. Dadurch konnten Ausstellungen dichter aufeinander folgen und auch an Orten stattfinden, die für eine vollständige Hauptausstellung nicht geeignet gewesen wären.

Gleichzeitig wurde deutlicher, dass sowohl die Zahl möglicher Ausstellungsorte als auch die Zahl potenzieller Teilnehmer natürlichen Grenzen unterliegen. Neue Ausstellungsflächen zu erschließen und zusätzliche Interessierte für das Projekt zu gewinnen wurde deshalb zu einer wichtigen Zukunftsaufgabe. Öffentlichkeitsarbeit und Sichtbarkeit gewannen zunehmend an Bedeutung.

Parallel dazu entwickelte sich die Schreibwerkstatt zu einem festen Bestandteil des Projekts. Die dort entstandenen Texte fanden ihren Weg in Ausstellungen, Vernissagen und Veröffentlichungen und ergänzten die künstlerischen Arbeiten um zusätzliche Perspektiven. Aus einem zunächst eigenständigen literarischen Ansatz entstand eine enge Verbindung von Bild und Text, die das Projekt bis heute prägt.

Auch organisatorisch blieb RHEIN!ROMANTIK? in Bewegung. Veränderungen innerhalb des ORGA-Teams machten eine Neuverteilung von Aufgaben erforderlich. Gleichzeitig wurden Verantwortung und Arbeitsbereiche auf mehrere Schultern verteilt. Dies betraf unter anderem die Betreuung von Ausstellungen, die laufende Projektorganisation sowie die Weiterentwicklung von Katalogen und Veröffentlichungen.

Rückblickend waren die Jahre 2025 und 2026 weniger von einzelnen Ausstellungen geprägt als von der Suche nach Formen, die das Projekt langfristig tragfähig machen. Neue Formate, neue Orte und neue Formen der Zusammenarbeit erweiterten die Möglichkeiten von RHEIN!ROMANTIK? und bereiteten den Weg für die kommenden Jahre bis 2029.

2027–2029: Der Weg zum Projektabschluss

Mit dem Heranrücken des BUGA-Jahres 2029 beginnt die letzte Phase des derzeitigen Projektrahmens. Viele der ursprünglichen Ziele wurden bereits erreicht, andere befinden sich weiterhin in Entwicklung. Gleichzeitig entstehen neue Fragestellungen, die zu Beginn des Projekts noch nicht absehbar waren.

Die kommenden Jahre werden darüber entscheiden, welche Formen der Präsentation, Dokumentation und Zusammenarbeit sich dauerhaft bewähren. Dabei geht es nicht allein um weitere Ausstellungen, sondern auch um die Frage, welche Spuren das Projekt hinterlässt und wie seine Erfahrungen für die Zukunft bewahrt werden können.

Besondere Bedeutung gewinnen dabei die Dokumentation der Projektgeschichte, die Sicherung von Erfahrungen und die Frage, wie die zahlreichen Werke, Texte, Begegnungen und Entwicklungen der vergangenen Jahre sichtbar gemacht werden können. Dazu gehören Ausstellungen ebenso wie Kataloge, digitale Dokumentationen und neue Formen der Vermittlung.

Auch die Überlegungen zu einem möglichen Buchprojekt nehmen in dieser Phase konkretere Formen an. Ziel ist dabei nicht nur die Dokumentation einzelner Werke, sondern die Frage, wie sich die Vielfalt der entstandenen Perspektiven auf den Rhein und die Rheinromantik in einer gemeinsamen Publikation zusammenführen lässt.

Wie das Projektjahr 2029 letztlich aussehen wird, steht bewusst noch nicht fest. Gerade diese Offenheit gehört seit Beginn zu den Merkmalen von RHEIN!ROMANTIK?. Die letzten Projektjahre sollen deshalb nicht nur einen Abschluss bilden, sondern zugleich Raum für neue Ideen und Entwicklungen lassen.

Der Weg zum Projektabschluss ist damit weniger als Endpunkt zu verstehen als vielmehr als Gelegenheit, auf die vergangenen Jahre zurückzublicken und die entstandenen Erfahrungen für die Zukunft sichtbar zu machen.

RHEIN!ROMANTIK? in Zahlen

Die folgenden Zahlen stellen keine Abschlussbilanz dar. Sie zeigen den Stand des Projekts zum Zeitpunkt ihrer Erfassung und verstehen sich als Zwischenbilanz eines noch laufenden Vorhabens.

Da RHEIN!ROMANTIK? bis zum Jahr 2029 weitergeführt wird, verändern sich Teilnehmerzahlen, Ausstellungen, Veröffentlichungen und weitere Projektkennzahlen fortlaufend. Die Angaben dokumentieren deshalb keinen Endstand, sondern einen Moment innerhalb eines langfristigen Entwicklungsprozesses.

Gleichzeitig machen sie sichtbar, welche Größenordnung das Projekt inzwischen erreicht hat und auf wie viele Menschen, Institutionen und ehrenamtliche Beiträge es sich stützt.

  • 20 Ausstellungen seit 2021
  • 954 eingereichte Werkfotos (geschätzt)
  • 102 Autorinnen und Autoren
  • 37 Jurorinnen und Juroren
  • 70+ Freunde und Helfer
  • 27 Grußworte
  • 9 Laudatorinnen und Laudatoren
  • 6 Jahrbücher/Kataloge
  • 6 Ausstellungsjahre
  • 1 virtuelle Auftaktausstellung
  • 1 gemeinsames Ausstellungsthema: RHEIN!ROMANTIK?

RHEIN!ROMANTIK? wird nicht allein von den beteiligten Künstlerinnen, Künstlern und Autorinnen getragen. Im Verlauf der Jahre haben zahlreiche Menschen, Institutionen und Organisationen das Projekt begleitet, unterstützt und mitgestaltet.

Dazu gehören Gastgeber, Kulturinstitutionen, Museen, Kommunen, Vereine, Pressevertreter, Musikerinnen und Musiker ebenso wie Laudatorinnen, Laudatoren und Verfasser von Grußworten. Ihre Beiträge spiegeln die unterschiedlichen Perspektiven wider, aus denen das Projekt wahrgenommen und begleitet wurde.

Die folgenden Beispiele stehen stellvertretend für viele weitere Unterstützerinnen und Unterstützer, ohne deren Engagement die Entwicklung von RHEIN!ROMANTIK? nicht möglich gewesen wäre.

Die Laudatorinnen und Laudatoren der vergangenen Ausstellungen haben das Projekt aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Ihre Beiträge reichen von kunsthistorischen und kulturwissenschaftlichen Betrachtungen bis zu sehr persönlichen Annäherungen an den Rhein. Trotz aller Unterschiede kehren bestimmte Gedanken immer wieder zurück: der Rhein als Kulturlandschaft, die Vielfalt individueller Wahrnehmungen, die Spannung zwischen Wirklichkeit und Vorstellung sowie die Offenheit der Frage nach der Bedeutung von Rheinromantik in der Gegenwart.

Besonders prägend war dabei der Gedanke des „subjektiven Echos“, mit dem Prof. Dr. Beate Reifenscheid die künstlerischen Beiträge beschrieb. Die Werke erscheinen dabei als individuelle Antworten auf denselben Landschafts- und Kulturraum – unterschiedlich in Form, Inhalt und Ausdruck, verbunden jedoch durch ihren gemeinsamen Bezug zum Rhein.

Kapitel 5

Wie arbeitet RHEIN!ROMANTIK?

Kapitel 6

Stimmen und Begleiter des Projekts

Stimmen und Begleiter des Projekts

Bereits 2021 beschrieb Prof. Dr. Beate Reifenscheid die Beiträge der Ausstellung als ein „subjektives Echo“ auf die Landschaft des Mittelrheins. Dieser Gedanke begleitet das Projekt bis heute. Die Werke geben keine einheitliche Antwort auf die Frage nach der Rheinromantik, sondern spiegeln unterschiedliche Erfahrungen, Erinnerungen, Beobachtungen und Sichtweisen wider.

RHEIN!ROMANTIK? sammelt nicht nur Bilder, Texte und Objekte. Im Verlauf der Jahre entstand auch ein vielstimmiger Dialog über den Rhein, seine Geschichte, seine Landschaft und seine Bedeutung in der Gegenwart. Gastgeber, Laudatorinnen und Laudatoren, Verfasser von Grußworten, Musikerinnen und Musiker, Journalistinnen und Journalisten sowie zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer haben diesen Weg begleitet und eigene Perspektiven eingebracht.

Die Beiträge dieser Begleiter unterscheiden sich in Inhalt und Blickwinkel. Dennoch kehren bestimmte Gedanken immer wieder zurück: der Rhein als Kulturlandschaft, die Vielfalt individueller Wahrnehmungen, die Spannung zwischen Wirklichkeit und Vorstellung sowie die Offenheit der Frage nach der Bedeutung von Rheinromantik in der Gegenwart.

Die folgenden Beispiele stehen stellvertretend für viele Menschen und Institutionen, die das Projekt über die Jahre hinweg begleitet, unterstützt und mitgestaltet haben.

Merker für später

Dann könnte später im Kapitel Stimmen und Begleiter des Projekts stehen:

Bereits 2021 beschrieb Prof. Dr. Beate Reifenscheid die Beiträge der Ausstellung als ein „subjektives Echo“ auf die Landschaft des Mittelrheins. Dieser Gedanke begleitet das Projekt bis heute. Die Werke geben keine einheitliche Antwort auf die Frage nach der Rheinromantik, sondern spiegeln unterschiedliche Erfahrungen, Erinnerungen, Beobachtungen und Sichtweisen wider.

RHEIN!ROMANTIK? sammelt nicht nur Bilder, sondern auch Erinnerungen, Texte, Entscheidungen, Ausstellungen, Kontakte und Erfahrungen. Mit zunehmender Dauer des Projekts wird die Frage nach Ordnung, Dokumentation und Wiederauffindbarkeit selbst zu einem Teil der Projektarbeit.

Karte der Ausstellungsorte

  • Darstellung aller bisherigen Ausstellungsorte
  • möglichst mit Koordinaten
  • Sichtbarmachung des räumlichen Projektverlaufs
  • Bezug zum Verlauf des Rheins
  • eventuell mit kurzer poetischer Begleitung
  • geeignet für Projektbeschreibung, PowerPoint und Buchprojekt 2029

Arbeitsstand 1

Ziel:
Erstellung einer grundlegenden Präsentation über das Projekt RHEIN!ROMANTIK? als Informationsgrundlage für Interessierte, Gastgeber, Presse, Sponsoren, Institutionen und neue Teilnehmer.

Quellen:

  • Homepage rheinromantik.org
  • Projektunterlagen
  • Kataloge
  • Presseberichte
  • Erfahrungen der Organisatoren
  • Buchprojekt 2029

Vorläufige Gliederung:

  1. Was ist RHEIN!ROMANTIK?
  2. Die Entstehung des Projekts
  3. Warum eine Frage?
  4. Die Projektidee
  5. Die Ziele
  6. Die Teilnehmer
  7. Die Literaten
  8. Die Jury
  9. Die Ausstellungen
  10. Besondere Formate
    • Gondeln
    • Schiff
    • Mini-Ausstellungen
  11. Öffentlichkeit und Presse
  12. Das Buchprojekt
  13. Der Weg zur BUGA 2029
  14. Offene Zukunft

Bearbeitungsstand:
16.06.2026


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert