Zusammenfassung Katalog 2026


RHEIN!ROMANTIK? ist ein künstlerisches Gemeinschaftsprojekt aus dem Oberen Mittelrheintal, das den Rhein zwischen historischer Überlieferung und gegenwärtiger Erfahrung befragt. Im Mittelpunkt steht der Rhein als „Lebensraum, Projektionsfläche und Symbol“, dessen Bedeutung sich zwischen Romantik, Alltag, Erinnerung und Gegenwart immer wieder neu bestimmt.


Geschichte und Entwicklung

Das Projekt hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und an zahlreichen Orten etabliert. Das Ausstellungsprogramm „gewinnt mit jedem Jahr […] an Profil“, zugleich entstehen neue Formen der Präsentation und Vermittlung.

Die Region selbst bleibt dabei Ausgangspunkt und Bezugsraum. Das Mittelrheintal ist „untrennbar mit dem Eindruck des romantischen Rheins verbunden“, zugleich aber „weitaus größer, vielschichtiger“ als ein bloß verklärtes Bild.


Ziele und inhaltliche Ausrichtung

RHEIN!ROMANTIK? will romantische Traditionen nicht nur bewahren, sondern weiterdenken. Der Rhein erscheint dabei sowohl als „Projektionsfläche für Sehnsüchte“ als auch als „Spiegel unserer heutigen Fragen an Natur, Geschichte und Identität“.

Die Arbeiten „verknüpfen Vorstellungen aus der Vergangenheit mit zeitgenössischen Sichtweisen“ und laden dazu ein, die Beziehung zum Rhein, zur Landschaft und zur kulturellen Identität neu zu betrachten.


Grußworte

Die Grußworte verorten das Projekt im kulturellen und politischen Raum der Region. Rheinland-Pfalz erscheint als „lebendige Bühne für Kunst und kreative Ausdrucksformen“, während das Mittelrheintal „untrennbar mit dem Eindruck des romantischen Rheins verbunden“ bleibt.

Zugleich wird die Gegenwartsperspektive betont: Der Rhein ist nicht nur historisches Symbol, sondern auch „Spiegel unserer heutigen Fragen“, und RHEIN!ROMANTIK? „verknüpft Vorstellungen aus der Vergangenheit mit zeitgenössischen Sichtweisen“.


Künstlerische Aktivitäten

Die Initiative arbeitet mit Malerei, Fotografie, Skulptur, Text und Film. Die Vielfalt der Medien ist bewusst gewählt, um die Rheinromantik „auf ganz unterschiedliche Weise“ sichtbar zu machen.

Im Zentrum steht dabei nicht nur das fertige Werk, sondern auch sein Entstehungsprozess: „Wie entstehen Werke, wie setzen […] Künstler ihre Ideen um?“


Text und Poesie zum Bild / Schreibwerkstatt

Ein wesentlicher Baustein des Projekts ist die von Monika Böss initiierte Schreibwerkstatt. Hier entstehen „eigenständige Texte aus der Wirkung eines Bildes: Notizen, Gedichte oder kurze Geschichten“.

Diese Texte „flankieren die Bilder, erweitern ihre Deutung und lassen ihnen zugleich ihren eigenen Raum“. Die Schreibwerkstatt begleitet die Ausstellungen vor Ort und bringt bei Vernissagen Lesungen und kurze Beiträge ein, sodass ein unmittelbarer Dialog zwischen Bild und Text entsteht.


Bedeutung des Rheins

Der Rhein bleibt zentraler Bezugspunkt aller Arbeiten. Er ist Erinnerungsraum, kulturelles Symbol und Gegenstand neuer Befragung zugleich. Die Region ist geprägt von „Geschichten, Sagen und Mythen“, die bis heute „Einzug in […] Kunst“ finden.

Gleichzeitig wird das Idealbild kritisch überprüft. Der Rhein erscheint nicht nur als romantische Landschaft, sondern auch als Gegenstand heutiger Wahrnehmung, Nutzung und Deutung.


Ausstellungsformate

Neben den großen Ausstellungen mit Originalwerken hat sich mit
„RHEIN!ROMANTIK? en passant“ ein neues Format etabliert.

Es handelt sich um „eine Ausstellung, die flexibel ist“, „ohne großen Aufwand“ realisierbar und bewusst mit Reproduktionen arbeitet. Diese kleineren Präsentationen verstehen sich als „eine Art amuse gueule“, die „einen kleinen Einblick“ geben und „Appetit auf weitere Bilder wecken“.


Ausstellungen und Orte

Die Ausstellungen 2026 zeigen eine große Bandbreite an Präsentationsformen — von klassischen Räumen bis zur Sonderausstellung auf der MS Rheingau. Die Auswahl der Werke richtet sich „nach dem Raum, dem Format, dem Publikum“.

Nicht jedes Werk kann überall gezeigt werden, „aber überall zeigt sich etwas Wesentliches: der Versuch, dem Mythos Rhein auf künstlerische Weise zu begegnen“.


Rückblick auf 2025

Der Rückblick auf das Veranstaltungsjahr 2025 zeigt die Kontinuität des Projekts. Umfangreiche Ausstellungen in Koblenz, Badenheim und Simmern standen neben kleineren Formaten in Hirzenach und auf der Schönburg.

Besonders hervorgehoben wird das Zusammenspiel von Bild und Text. Die Bilanz des Jahres 2025 fällt „durchweg positiv“ aus und bildet den Ausgangspunkt für die Ausstellungen 2026.


SIM III – Farben des Rheins

Mit der Ausstellung SIM III im Neuen Schloss Simmern wurde der Dialog zwischen Region, Geschichte und künstlerischer Gegenwart weitergeführt. Unter dem Titel „Farben des Rheins“ thematisierte die Ausstellung „das Spannungsfeld zwischen romantisierender Wahrnehmung, gegenwärtiger Lebensrealität und ökologischen Herausforderungen“.

Der Rhein erschien dabei „nicht als Kulisse, sondern als komplexer Erfahrungs- und Bedeutungsraum“. Vernissage, Musik, kunsthistorische Einordnung und Beiträge der Schreibwerkstatt schufen eine „dichte und lebendige Atmosphäre“.


Pressespiegel

Der Pressespiegel dokumentiert die öffentliche Resonanz auf das Projekt. Die Berichterstattung hebt hervor, dass RHEIN!ROMANTIK? „verschiedene Perspektiven der ‚Rheinromantik‘“ zeigt und „eine Brücke zwischen der historischen Rheinromantik und unserer heutigen Zeit“ schlägt.

Mehrfach wird betont, dass die Arbeiten „zwischen bejahenden, kritischen oder ablehnenden Haltung zur Romantik“ oszillieren und der Rhein als „Landschaft, Mythos und Symbol neu interpretiert“ wird.


Laudator:innen

Die Laudator:innen begleiten die Ausstellungen fachlich und öffentlichkeitswirksam. Sie „stellen das intellektuelle Herzstück des Projektes dar“ und tragen dazu bei, die vielfältigen Arbeiten einzuordnen und zu würdigen.


Juror:innen und Kuratierung

Die Jury wählt die Exponate nach „inhaltlicher Tiefe“, „eigenständiger gestalterischer Umsetzung“ und „technischer Eignung“ aus. So werden „Vielfalt und Qualität“ gesichert.

Die kuratorische Arbeit bündelt die ausgewählten Werke zu einem Ausstellungspool, der auf verschiedene Orte verteilt wird und an die jeweiligen räumlichen Bedingungen angepasst ist.


Teilnahme und Projektstruktur

RHEIN!ROMANTIK? ist ein offenes Projekt, das auf Mitwirkung angelegt ist. Künstlerinnen und Künstler, Autorinnen und Autoren sowie weitere Interessierte können sich beteiligen.

Das Organisationsteam arbeitet kontinuierlich an Ausstellungen, Katalog, Werkfotos, Presse, Lesungen, Technik und digitaler Koordination. Die Arbeit wird in regelmäßigen Videokonferenzen abgestimmt und verteilt.


Freunde und Helfer

Das Projekt wäre ohne zahlreiche Unterstützer nicht möglich. „Viele Personen waren und sind daran beteiligt, das Fundament für RHEIN!ROMANTIK? zu legen und es weiter am Leben zu erhalten.“

Dazu gehören politische und kommunale Partner, Gastgeber, Musiker, Fotografen, Journalisten, Juroren, Kuratoren und viele weitere Helferinnen und Helfer. Da RHEIN!ROMANTIK? „keine Mitgliedsbeiträge erhebt“ und nur über geringe eigene Mittel verfügt, sind diese Unterstützungen für den Fortbestand des Projekts unentbehrlich.


Zu guter Letzt / Blick nach vorn

Der letzte Teil des Katalogs bündelt organisatorische und praktische Informationen. Er verweist auf kommende Ausstellungen, Programmpunkte, Mitwirkungsmöglichkeiten und die Arbeit des Orga- und Katalogteams.

Zugleich richtet sich der Blick nach vorn: Das Projekt versteht sich als langfristige Initiative bis in die kommenden Jahre und verbindet aktuelle Arbeit mit weiterer Planung.


Rezeption und Wirkung

RHEIN!ROMANTIK? wird als kultureller Beitrag zur Region wahrgenommen, der unterschiedliche künstlerische Positionen zusammenführt und einen Raum für Austausch schafft. Die Arbeiten bewegen sich zwischen romantischer Tradition, kritischer Gegenwartsreflexion und regionaler Verankerung.


Ausblick

RHEIN!ROMANTIK? versteht sich als langfristiges, offenes Gemeinschaftsprojekt, das die kulturelle Bedeutung des Rheins sichtbar macht und weiterentwickelt. Es verbindet Kunst, Literatur, Geschichte, Öffentlichkeit und regionale Identität — und bleibt dabei bewusst im Fluss.


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