Dank für die Einladung und der Anfrage zu einer Eröffnungsrede Farbe des Rheins Rheinromantik?! Letztlich fußend auf einer Begegnung mit Walter Nussbaum während der Ausstellung. in St. Goarshausen.
In den nächsten ca. 30 Min. erwartet Sie eine nicht ganz übliche Eröffnungsrede:
Mit 7 Meilenstiefeln schauen wir zunächst einmal auf:
1. den ganzen Rhein
2. dann auf die europäische Epoche der Romantik – eine blutige Zeit
Beides bildet – die Basis, auf der unsere Künstler fußen/wurzeln, mehr oder weniger tief. Und wir rufen uns diese Basis nochmals ins Gedächtnis
3.Last but not least schauen wir auf Werke unsere Künstler
Natürlich habe ich einen persönlichen Ausgangspunkt: Die Liebe zum Wasser
gebürtige Saarbrückerin u. Saarlandbotschafterin war es die Saar und die Blies
In der Schulzeit waren es Ost- und Nordseeküste, es folgten: Isar, Rhein/Lahn, Main, Elbe/Mulde
2022 zog ich in die ehemalige. Propstei / Hirzenach und 2023 schließlich nach Boppard mit Blick auf den Rhein.
Frage: Was begeistert/verzückt mich besonders am Rhein und an diesem Rheinabschnitt eigentlich.?
Für mich ist der Rhein generell ein Schmelztiegel der Geschichte /der Geschichten Völker/Nationen, Religionen/Kulturen mit Künstlern, Gelehrten, Politikern/Geschäftsleuten
ER ist mir Sinnbild für Europa und zugleich irgendwie überschaubar/heimelig
Die große Welt im Kleinen.
I. RHEIN
Zunächst habe ich die schier unendliche Flut an Literatur über den Rhein sondiert – dann gelesen, gelesen, gelesen:
Zu seiner Geologie, Geschichte, durch die Jahrhunderte, Vermarktung – Sie alle kennen das
– für mich war alles neu:
Da sind die technischen Eckdaten:
1.232,7 km lang von der Schweizer Quelle in Graubünden, auf rund 2.345 m – bis zum Mündungsdelta bei Rotterdam. Er verbindet als einziger Fluss die Alpen mit der Nordsee.
Siebt längster Fluss Europas / verbindet 4 Bundesländer
sein Stromgebiet umschließt 6 europäische Länder
Er hat über 250 Nebenflüsse
Mit Flussinseln, Seitenarmen, Zuflüssen bis zu den Kribben bei Bingen (künstlich angelegte Steindämme unterhalb von Bingen zur Verbesserung der Schifffahrt um das gefährliche Binger Loch, heute Naturschutzgebiert)
An seinen Ufern liegen 20 Städte mit mehr als 100.000 Einwohner: große Städte sind Köln, Rotterdam Düsseldorf
Es reihen sich zahlreich UNESCO-Weltkultur u. –naturerbe Stätten aneinander
Über 60 Burgen, Schlösser, Festungen säumen den Rhein allein von Bingen bis Remagen.
speziell der Mittelrhein erhält 2002 den Welterbe Status
Sein Ökosystem auf den rund. 1200 km ändert sich: was Wasserqualität, Tier- und Pflanzenarten, darunter 60 Fisch- und 40 Vogelarten angeht.
Sie alle kennen die verschiedenen Abschnitte des Flusses: Alpenrhein, Hochrhein, Oberrhein, Oberer u. Unterer Mittelrhein, Niederrhein – dort, wo schließlich kein geringerer als Rembrandt van Riyn geboren worden war.
Mich faszinierte:
Die hochinteressante Geologie/Entstehungsgeschichte des Flusslaufes durch Jahrmillionen
Denn: kein logischer Verlauf von der Quelle bis zur Mündung: Sondern, er entstand aus der Mitte
heraus durch Absenkung des Mittelrheingrabens vor 50 Millionen Jahren () der heutigen Rhein-Main-Region.
Damals mit 58 tätigen Vulkanen
Hochinteressant die gigantischen Verwerfungen und Formungen der Gesteinsschichten
-Man fand u.a. Braunkohle, Ölschiefer,
-erst vor 15 Millionen Jahren bildete sich der Lauf des Ur-Rheins vom Kaiserstuhl über Worms bis zum Binger Loch. Keine 40 km Luftlinie entfernt findet sich die Grube Messel. Noch im 18.Jh. standen dort 30 große Schwefelöfen südlich von Messel. Hier wurde Öl gefördert
Ähnliche Wandlungen durchlaufen die Fauna und Flora vor 50. Millionen Jahren.
In der Tierwelt: gab es riesige Ameisen, Rallen, Stelzvögel, Reptilien, Meerkatzen, abgesehen von einem Ur-Pferdchen (erinnert mich an das Bild vom Blauen Pferdchen von Franz Marc),
Vor 50. Millionen Jahren bestand die Flora aus Mangrovenwäldern Salzlagunen, Lorbeerbäumen, Eukalyptus – quasi die „Vorfahren“ unserer Walnussbäume, Weinranken, Mondsamengewächse deren Schlingen bis in die Wipfel unserer Bäume reichen.
-Geblieben sind nur noch spärliche Reste der Auenwälder aus Silberweiden entlang der Ufer, -Eichen, Hainbuchen bilden heute einen Niedrigwald.
Denken Sie auch an die gigantischen Rhein-Begradigungen der Mäander von Basel bis Mainz, 18.Jh. (1794-1817) durch den Wasserbau- Ing. Joh. Gottfried Tulla,
mit 23 Jahren Bauzeit, bis heute die wohl größte Baustelle Deutschlands.
Verkürzt den vielbefahrenen Fluss und macht ihn zur Wasserstraße
Gleichzeitig bekämpfte man die Moskitoplage (Atmophiles Fliege) /Malaria – bis dahin eine echte Gesundheitsgefahr für die Anrainer.
-der Rhein war bereits zu Römerzeiten eine Lebensader, Grenzfluss, Schutz vor den Barbaren.
-Im Mittelalter nutzten Burgherren lukrative Zollstellen/ auch für Raubritter
Die Fahrt wurde also immer wieder unterbrochen / Auch noch zu Zeiten der großen Holländerflöße (zu Glanzzeiten etwa so groß wie Flugzeugträger).
Unsere Rheingeschichte heute
-die immer noch gefährlichen Strömungen, im Abschnitt von Bingen bis Koblenz sind aktuell wieder ein Thema, in Planung gehen sollen Sprengungen/Vertiefungen /Brückenbau.
-Heute kutschieren ca. 22 Fährbetriebe die Anwohner/Touristen von einer auf die andere Flussseite.
Das Leben der Menschen am Fluss -betrachtet durch die Jahrhunderte – wandelte sich.
Denken Sie an die Kirchen und Klöster, die gegründet werden,
denken Sie z.B. an der französischen Heiligen St. Goar (495-575)
denken Sie an das Anthropozän – das geologische Zeitalter in dem wir leben –
es ist laut Geologen u. Klimaforscher die 1. Epoche d. Erdgeschichte, die so von Menschen geprägt ist, dass sich unsere Spuren überall auf dem Globus nachweisen lassen: nicht zuletzt durch Niederschlag von Atombomben, Smog, etc.
In einem extra erbauten Trichter, dem sog. „Slufter“, in der Mündung des Rheins, sammelt man hochtoxischen Schlamm vom Grund des Rotterdamer Hafens – als Giftmülldeponie.
Der Rhein galt im 19. und 20. Jh. als stark verschmutzt und wurde renaturiert.
Er ist wieder Lebensspender: Der Lachs, bis ins 18. Jh. noch als Brotfisch – aber auch Stöhr kamen wieder.
Denken Sie an den Tourismus 18./19.Jh bis heute
Wir alle wissen um Grand Tour/ die Bildungsreise der engl. Adeligen auf dem Weg nach Italien durch das Rheintal
Sie wissen: England, die hochindustrialisierte Weltmacht trifft unterentwickeltes Land/Rhein-Region (Too beautiful) Das ändert sich mit dem Sieg über Frankreich und der Gründerzeit in Deutschland: Industrie prosperiert nun auch hier
Dampfschifffahrt seit 1827 (Köln-Düsseldorfer) /Dampf-Eisenbahnen ab 1840 bis 1870,
Die Technik = schon damals Flucht und Segen zugleich
II. Romantik gehört zum Inspirationsgrund in dem unsere Kü. Wurzel. ???
Hintergrund der Rheinromantik – Blutige Zeit
Der Strom war – wie kein anderer – Lebensader, Grenzfluss, Zankapfel und
emotionaler Brennpunkt zwischen Deutschland und Frankreich.
Im 17. Jh. vereinnahmt Ludwig XIV. die Kurpfalz links und rechts des Rheins von Speyer – Worms
Dann annektierte Napoleon die linke Rheinseite. 1794-1813/15 = rund 20 Jahre
Nicht erst da wird der Rhein ein Lieblingsort der Deutschen mit einem erwachenden Nationalgefühl denken Sie an die kämpferische Wacht am Rhein
ROMANTIK=Eine europäische Epoche von ca. 1795 – 1848: 53 Jahre
= literarisch, künstlerisch, philosophisch geprägt.
Gegenbewegung zu Rationalität, Aufklärung u. Industrialisierung
Ausgangspunkt = Franzische Revolution (1789-1799) Sturz der Monarchie, Aufklärung
Napoleon in Deutschland.
1795: Napoleons Truppen belagern Mainz; Frieden von Basel = Preußen schließt Separatfrieden mit Frankreich, das bedeutet eine Spaltung Deutschlands: linksrh. Franz. besetzt u. neutralen Norddt. Bund
1794 – 1813/15 war das Rheinland franz. besetzt/annektiert ——–rund 20 Jahre
1848 mündet die Märzrevolution in Unruhen und politischen Umbrüchen:
(1815 der konservative Wiener Kongress, Aufstieg des Liberalismus, der Nationalbewegung (Hambacher Fest 1832), Forderung nach nationaler Einheit 1848/49, Nationalversammlung in der Paulskirche, Frankfurt am Main.
-Die Revolution von 1848 ist letztlich erfolglos, scheitert, die Fürsten erhalten ihre Macht zurück und unterdrücken z.T. mit Waffengewalt () die Aufständischen/Aufwiegler/Demagogen.
Sie werden inhaftiert oder fliehen ins Ausland, viele Literaten/Schriftsteller/Journalisten
(Ferdinand Freiligrath, der u.a. in Hirzenach, St. Goar, St. Goarshausen Assmannshausen lebte.
Gedicht: Die Linde/Freiheitsbaum Einen Sommer lang scharte er Gleichgesinnte u.a. Hofmann von Fallersleben um sich.
Vom Romantiker zum Revoluzzer siehe Burg Rheinfels – Romantik-Kabinett
Romantik war eine Zeit der Auflehnung und dann der Abschottung
1795-1848 = 53 Jahre Unruhe: Aufbruch/Euphorie – Scheitern/Resignation
Wir kennen die 3 Phasen:
Frühromantik 1795-1804
Als Vater deutschen Romantik gilt der Kulturphilosoph Friedrich Schlegel 1772-1829
Hochromantik 1804-1815/18
Bevölkerungsexplosion, Überangebot an Arbeitskräften, Verarmung/ Arbeitslosigkeit; Hungerkrisen, Auswanderungswellen
Spätromantik 1816-1848
Spätestens ab 1830 = Beginn des Vormärz entwickelt sich die unpolitische Strömung des Biedermeiers:
Rückzug des enttäuschten Bürgertums ins Private/ Häusliche/ in eine Idylle. In allen Bereichen, Literatur/Dichtung u. Malerei, Architektur, Mode, Musik
Besonders Literatur: Adalbert Stifter, Anette von Droste-Hülshoff, Eduard Mörike
Motive: Rückbesinnung auf ein idealisiertes Mittelalter – Bild: Burgen/Ruinen,
Sagen/Mythen, Hausmärchen/Volkssagen, u. -lieder, Liebe zur Natur
Natur ist heimelig, aber auch geheimnisvoll, manchmal bedrohlich, imposant, atemberaubend
Malerei: blendet Probleme der Welt aus; Rückbesinnung auf traditionelle Formen und Motive: Schlichtheit, Freude an den kleinen Dingen/ Detail-verliebt, an einer überschaubaren kleinen gemütlichen Wel., Porträts, auch und gerade von Kindern /Familie, Genredarstellungen und Landschaften / Pastellige, erdige Farben
Carl Spitzweg, Peter Hasenklever, Ludwig Richter, (1803-1884)
zurück zur Romantik
Clemens von Brentano und Achim von Arnim lösen 1802 diese dichterische Romantisierung aus, mit einer emotionalen Aufladung und romantischen Verklärungen in ihren Gedichten/Schriften, den gesammelten Märchen/Mythen, Zauberinnen/Nixen/Nymphen.
-Mein Kollege:/Dr Matthias Schmandt, Direx. Museum am Strom in Bingen hat alles zur Loreley erforscht.
Lautmalerisch Lore – Wasserstrudel, ein Geräusch entsteht an der engsten Stelle des Flusses zwischen den höchsten Felswänden. Brentano erfindet die Loreley in Bacharach, denn dort verliebt er sich in eine schöne, blonde Wirtstochter.
-So wird der Fels zum Sinnbild einer Frau und einer Gefahr
–für die Romantiker ist der Rhein schon lange kein Grenzfluss mehr.
-denken Sie an z.B. Viktor Hugo. Er beschreibt Bacharach als Feenstadt.
-denken Sie an Wagners Nibelungen und Rheingold 1853 /1876 sind eins
-Rheinromantik wird durch die Eisenbahn (-romantik) erlebbar/erfahrbar 12 ½ Std, gelangt man von Nibelungenstadt Worms nach Rotterdam
–1859 fährt die 1. Eisenbahn, sie stört das künstlerische Erscheinungsbild noch nicht
auch für Goethe = der Fluss Inspiration: primär seine Rheinreise 1774 mit seinen Freunden Lavater und Basedow, spielt eine zentrale Rolle, -Das Goethe Institut in Boppard wurde geschlossen das Dampfschiff Goethe einst der letzte historische Schaufelraddampfer (Diesel)(1913-1918) nach ihm.
In der Ausstellung – eine herrliche Fotografie in Blau / Gelbgold
– Der Romantiker C.D. Friedrich (1774-1848) durchdringt() die Romantik und geht über den Biedermeier hinaus:
Während sein Hauptwerk die Themen der Romantik: Einsamkeit, Jenseits widerspiegeln, zeigen seine späten Zeichnungen Biedermeier-Tendenzen: Rückzug ins Private, Naturbeobachtung, persönliche Emotionen,
– Der Romantiker William Turner (1775– 1851) 1817 erwandert u.a. weite Strecken des Rheins
Ihm gelingt es Atmosphäre der Natur einzufangen: er übersteigert die hohen Felswände, die Bäume, stolzen Burgen, Schlösser, Ruinen, das Wohlfühlelement, er wird zum Vorläufer des Impressionisten u.a. dank seiner neuartigen Farbgebung
Der preußische Kronprinz Friedrich Wilhelm, der Stolzenfels erbauen ließ, von Anbeginn 1843 als Museum, verwirklicht seinen Traum von Romantik in diesem Bau.
III. Unseren Künstler
Die Technik = auch für Sie Flucht/Segen zugleich
Ausstellung
Was zeichnet unsere Künstler aus? Was haben Sie mit Rheinromantik zu tun?
Es ist nicht mehr die Idylle von Genreszenen, nicht so sehr das Familiäre.
Wie schon die meisten ihrer Vorgänger von C.D. Friedrich bis William Turner
blenden auch sie eher den Alltag aus:
Technik u. Tourismus – vorbeibrausende ICEs u. Güterzüge, Ausflugsboote, Fähren, Container-, Kreuzfahrtschiffe, Bus-, Rad- u. Wandertouristen aus aller Welt – blenden sie zum großen Teil aus.
Wohl ihre Art des Rückzugs aus der tosenden Welt umher.
Das führt uns zu einem weiteren Aspekt der Romantik, nämlich der Nostalgie
Nostalgie/Griechisch notos Heimkehr, u. algos Schmerz ursprünglich „Heimweh“ nach der guten alten Zeit, die man nie erlebt hat
Nostalgie = ein Gefühlskomplex, Sehnsucht nach Vergangenem, spezifisches Gefühl/ Emotion
Focus persönliche Vergangenheit
Unterschied!
Romantik kulturelle und literarische Epoche,
Gegenbewegung zur Aufklärung, Focus: universaler Natur, Traumwelten, der Idealisierung des Mittelalters
Nostalgie kann also Teil oder Motiv der Romantik sein.
Wir heute hegen einen Hang zur Nostalgie, hegen ein Unbehagen der Gegenwart gegenüber,
Wehmut, vielleicht auch Suche nach Traditionen.
Unsere Künstler zeigen ihre
-intensive Verbundenheit mit der Region in der sie geboren sind oder lange leben.
Keine Genredarstellungen im Repertoire.
– In dieser Ausstellung – ganz explizit Thema Farbe.,
Üblicherweise lade ich die Besucher zu einem AUGENRUNDGANG ein.
das klappt hier nicht – deshalb auszugsweise eine Spotlights auf einige Arbeiten:
Im Foyer finden Sie 3 Kompartimente: Kompliment an Hausherrin für die Hängung
Fotografie dominiert, gefolgt von Gemälden und objekthaften Reliefs
objekthaften Reliefs wie „Poet am Fluss“ wo ein heller kleiner Felssporn inmitten des tiefdunklen Flusses gegenüber einem mehrschichtigen/strengen Profil. Felssporn assoziiert eine kecke Brustspitze/Loreley. Alles in gebrochenem Grün/grau/braun der umgebenden Hänge
„Rheingold“: haptisch grieseliger Flußgrund + güldenen Symbol. Fundstücken (Kamm + Muschel) darüber schweben 2 Figuren mit goldenen Punkten an den Händen im tiefblauen Wasser des Rheins.
-Fast wie eine Collage „Vater Rhein“, so wie man ihn sich vorstellen mag:
Mächtiger bärtiger Held in Flußblau rechts und links gebettet zwischen welligen, braunen Uferbergen bestanden mit Burgen – wie auf den Touristen-Rheinkarten.
„Die letzte Fähre“, symbolisch aufgeladen, ein Jeans-Mädchen mit Loreleyblonden Haar als Repoussarfigur, steht auf senfgelb blühendem Uferstreifen + blickt auf tosende Wogen/
tiefblauer Fluß zeigt Gischtkappen + der Der Himmel darüber Tiefschwarz-blaue Nacht
-Eine individualisierte Sicht der Felsen, Schluchten, Burgen mit der Tendenz zum Sfumato – Farbenspiel: Nebel im Rheintal -Rheinbiegung, sonnengoldner Untergang
-Raureif gepuderte Reb- /Waldhänge Nahemündung und Binger Loch.
-In diesem Tenor gearbeitet ist auch Feindliche Brüder, gegenüber von Bad Salzig
-Es finden sich gelbe Flussinseln in herrlichem Rheinblau „Insel Idylle im Rhein“
„Spätlese“ goldenes, orange- glühendes Herbstlaub an den Ufern,
„Zweifelhafte Rhein-Romantik“ sprudelt eine giftgrüne Art Fontäne mit Blutspuren + Gitterabsperrung
Sehnsucht u. Träume, Atmosphärisches aber eben auch – nicht zuletzt dank der Fotografie der Blick auf das Hier u. Jetzt ebenfalls malerisch:
Rheinkiesel rundgeschliffenen Kiesel in grau/beige mit moosigem Überzug darüber bewegtes klares Wasser
Trio:
-Ruine Ehrenfels und Bingen herbstbunte Uferlandschaft/graublauer Fluß und Himmel
-Umspült delikates Spiel mit grau/kit/weiß Wellen umspülen braunschwarzen Pfosten
-Rhein Schiefergrau gemauerter Ausguck, vergittert /durch Gitterstäbe ein Doppel- Schiff mit gebrochen-bunten Containern
-stahlblau/Graublau Container, gestapelt vom Schiff Anschnitt links? Das Wellenspiel funkelt, glitzert dem dunkeln Containerberg entgegen
Ich komme zum Schluss
Farbe steht in unserer Zeit ganz explizit/individualisiert für eine Art Selbstvergewisserung unserer Gefühle
Künstler blicken gerne auf die Landschaft
Meist = menschenleere Natur
Auf der Suche nach Idylle
Wer weiß, – wie jemand aus der Künstlerriege schrieb, wer weiß,
eines Tages findet man vielleicht auch die bunten Containerschiffe romantisch….
Quellen
Alle Weisheiten die ich hier von mir gebe entstammen:
1.Hans Jürgen Balmes: Der Rhein – Biographie eines Flusses, 3. Aufl. 2021
2.Ausstellungkatalog Mittelrheinmuseum 2025: Too beautiful – Der engl. Blick auf den Rhein
3.Internet: Buga-Bloggerin
4.Ausstellungskatalog: Rheinromantik Kunst und Natur, Mus. Wiesbaden, 2013
5.Ausstellungskatalog: Blutige Romantik 200 Jahre Befreiungskriege, Militärhistorisches Museum Dresden 2 Bd. 2013/2014
6.Ausstellung auf Burg Rheinfels, St. Goar
7.Mathias Schmandt, Mus.Direk. Museum Bingen
