Der Rhein – ein Fluss, der verbindet und trennt

Verbindung und Trennung – das sind zwei gegensätzliche Begriffe, die der Rhein als mächtiger Strom in sich vereint. Seit Menschengedenken siedelten sich Völker unterschiedlichster Herkunft an seinen Ufern an. Der Rhein war und ist Grenze zwischen Menschen, die jenseits und diesseits des Flusses verschiedene Sprachen sprechen.  Wo sich das Jenseits bzw. das jeweilige Diesseits in diesem Zusammenhang befindet, hängt freilich von der Perspektive des Betrachters ab.

Wasser hat eine tiefe symbolische Bedeutung, die mit ihren vielen Facetten diejenigen, die sich damit beschäftigen, immer auch emotional berührt. Wasser ist lebenswichtig, aber gibt es zu viel davon, wird es zur Bedrohung. Sauberes Wasser reinigt, wenn es fließt. Steht es still, wird es brackig. Sobald die Größe eines Flusses es hergibt, wird er zur Handelsroute und von Schiffen oder Booten befahren. Das kann mit Abenteuer und Gefahr für die Schiffer verbunden sein, wovon Sagen und Märchen erzählen. Um durch den Fluss voneinander getrennte Landstriche und die darin wohnenden Menschen zu verbinden, gibt es Brücken. Sie ermöglichen einen regen wirtschaftlichen und sozialen Austausch. Brücken haben ebenfalls einen starken Symbolgehalt, dessen Bedeutung es bis in unsere Alltagssprache geschafft hat: wenn es Schwierigkeiten gibt, versuchen wir diese mit Lösungen zu überbrücken, es gibt virtuelle Brücken, über die man besser nicht geht, wohingegen Eselsbrücken sehr hilfreich sind. Statt einer Brücke kann es auch eine Fähre geben. In der Mythologie vieler Völker ist es der Fährmann, der die Toten ins jenseitige Reich befördert.

(Haben Diskussionen darum, ob eine neue Brücke gebaut werden soll, vielleicht außer der wirtschaftlich-rationalen auch eine tiefere emotionale Komponente? Wird eine Brücke gesprengt, erregt dieser Akt die Gemüter danach noch viele Jahrzehnte lang.)

Ich bin am Rhein aufgewachsen. Meine Familie väterlicherseits kommt aus Mainz. Die Geschichten meiner Großmutter sind mir bis heute in Erinnerung. Sie erzählte viel aus ihrer Kindheit und Jugend, die in den letzten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts stattfanden. In ihren Geschichten, die mindestens zwei Generationen zurückreichten, waren die Nachwirkungen der französischen Besatzungen noch spürbar. Zu „den Franzosen“ hatte meine Oma eine ambivalente Einstellung, wahrscheinlich von ihrer Mutter übernommen. Diese betrieb, als alleinerziehende Witwe eine Apfelweinkneipe (Äbbelwoi) in der Badergasse, in der Altstadt, in einem Viertel, das nicht zu den vornehmsten in Mainz zählte. Dennoch ging meine Oma, auch als sie ihrer wehen Beine wegen einen Stock benutzte, immer noch auf dem Trottoir (gesprochen Tróddewar) spazieren, nahm, wenn es regnete einen Parapluie mit und wenn sie müde nachhause kam, ruhte sich auf dem Chaiselongue (Schésselong) aus. Der Rhein wurde weiterhin als Grenze zwischen Menschen verstanden, die einander nicht grün waren, auch wenn sich die Abneigung im Laufe der Zeit weniger gegen Franzosen, als vielmehr gegen die „vornehm (tuenden) Wiesbadener“ richtete.

Wenn meine Großmutter von Begegnungen mit „den Franzosen“ sprach, handelte es sich dabei um lange zurückliegende Erzählungen aus zweiter oder dritter Hand. In den Berichten war vom Schrecken dieser feindlichen Auseinandersetzungen nicht mehr viel zu spüren. Es scheint, als verblasse im kollektiven Gedächtnis das Elend, das alle Kriege auslösen, mit der Zeit und mache einer Betrachtung Platz, die die Lebensumstände der betreffenden Periode romantisieren. Bis heute tragen die Mainzer Fastnachtsgarden Kostüme, die den Uniformen der napoleonischen Soldaten nachempfunden sind. Dass sie in ihrer Ausführung übertreiben und durch die Verleihung von Fastnachtsorden die damalige Besatzungsmacht verhöhnen wollten, bedeutete zu seiner Zeit mit Sicherheit mutigen Widerstand. Heute ist es Tradition, der eine Nostalgie anhaftet.

Die Romantisierung der Burgen am Rhein lässt sich in diesen Gedankengang einreihen. Ihren Ursprung haben sie im Kampf. Es ging um Machterlangung und -erhaltung, um Raub und später dann um mörderische Religionskriege, unter denen in erster Linie die Bevölkerung zu leiden hatte. Als neue Waffen entwickelt wurden, gegen die Burgmauern und Burgfriede keinen Schutz mehr boten, verloren die Burgen ihre ursprüngliche Bestimmung, schließlich wurden ihre Ruinen zu einem wichtigen Bestandteil der romantischen Rheinkulisse.

Zurück zu meiner Oma: Sie lebte ihr ganzes, langes Leben lang – sie wurde 96 Jahre alt – mit ambivalenten Gefühlen und widersprüchlichen Erfahrungen. Ihr Verhältnis zu Frankreich als Besatzungsmacht wurde außer durch Erzählungen ihrer Kindheit von zwei Weltkriegen geprägt. Ob der Ausdruck „Fissematenten machen“ ein Überbleibsel der Begegnung zwischen französischen Soldaten und jungen einheimischen Mädchen ist, nämlich eine Einladung zu einem Schäferstündchen (Visitéz mon tent / besuche mein Zelt), ist umstritten. (Der Ausdruck könnte seinen Ursprung auch im mittelalterlichen Sprachgebrauch haben.) Jedenfalls war meiner Großmutter, die nie studierte oder sich für Sprachwissenschaft interessierte, diese Redensart geläufig, sie benutzte sie, wenn sie mich mit nicht ganz ernst gemeintem erhobenem Zeigefinger davor warnte, eine Dummheit zu begehen.

Wo Gefahr lauert, lockt halt oft auch Faszination. Die Frage ist, wie sich entscheiden?  Das Umfeld meiner Großmutter hatte sie mit klaren Werten und Normen versorgt. Man wusste, was sich gehört und was nicht. Oma war nicht immer mit den Regeln einverstanden, zum Beispiel weigerte sie sich, ein damals noch obligatorisches Korsett zu tragen, weshalb sie als Enfant Terrible galt. Der Einschätzung, was richtig und falsch war am Verhalten einer jungen Frau in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts, lag keine detaillierte Analyse der gesellschaftlich dominierenden Meinungen zugrunde. Existierende Widersprüche wurden nicht aufgearbeitet.  Wie sie zu beurteilen waren, hing von den Kreisen ab, in denen man groß geworden war und in denen man sich bewegte.  An deren festen Grundsätzen rüttelte auch meine Großmutter nicht.

Ich habe sie manchmal um diese sichere Verortung ihres Daseins beneidet, aus dem ein unerschütterliches Selbstwertgefühl hervorging. Aber, mir ist auch klar, wie wichtig eine kritische Betrachtung gesellschaftlicher Ereignisse und der damit in Zusammenhang stehenden geltenden Bewertungen ist. Wenn diese ständige Reflektion fehlt, wirkt sich das fatal auf das soziale Gefüge und insbesondere auf einzelne Gruppen aus, die unter den entstehenden Vorurteilen und Urteilen zu leiden haben. Es ist wichtig darüber nachzudenken, welche Feindbilder wir haben und welche Trennungslinien gegenüber Mitmenschen sich in unseren Gefühlen breitmachen.

Wir bewegen uns ein wenig weg vom Rhein – begeben uns auf eine Wanderung durch die Mittelgebirge hinauf zu einem Plateau. Von dort schauen wir in das Rheintal. Wenn, wir Glück haben, scheint gerade die Sonne, vielleicht regnet es auch. Im Grunde spielt das aber keine Rolle. Der Rhein mit seinen Hängen, die immer noch teilweise mit Wein bewachsen sind, ist immer schön. Von oben sehen die Dörfer und kleinen Städtchen alle heimelig aus, Verfall sieht man von hier oben nicht. Die Züge hört man kaum, sie glitzern, mal in der Sonne, mal im Regen und erinnern an eine Modelleisenbahn. Hüben und Drüben unterscheidet sich höchstens dadurch, ob auf der jeweiligen Seite gerade die Sonne scheint.

Wenn es für mich Heimat gibt, dann ist sie an diesen Orten.  Ich fühle eine Geborgenheit, die mir Sicherheit verleiht. Deshalb ist es möglich, vom Plateau weiter zu schauen, über das Rheintal hinweg, vielleicht in die ganze Welt. Irgendwann werde ich wieder hinuntersteigen und mich mit den Problemen der Orte und den Menschen beschäftigen, die darin leben und mit so vielen unterschiedlichen Erfahrungen und kulturellen Hintergründen konfrontiert sind. Wie sich darin zurechtfinden?

Der Rhein als wichtige Handelsroute fließt durch sechs Länder. In unserer Zeit werden Menschen nicht mehr getrennt, weil sie an verschiedenen Teilen der Flussufer leben. Grenzen finden sich in unseren Köpfen. Nach wie vor ziehen Städte am Rhein Menschen unterschiedlichster Herkunft an, deren Integration oft schwierig ist. Dass sie möglich ist, beweist die Geschichte. Man spricht wieder von einer Einwanderungswelle (?!). Davon gab es in der Vergangenheit viele und auch sie waren konfliktbehaftet. Heute zeugen oft nur noch Nachnamen von der einstigen Herkunft der Vorfahren. Fremde, die zu uns kamen, haben immer auch Positives mitgebracht, und das nicht nur auf kulinarischem Gebiet. Auch heute versuchen die meisten Eingewanderten, für sich und ihre Familien eine gute Existenz zu schaffen. Es kann für sie nur ein schwacher Trost sein, dass vielleicht in ein oder zwei Generation ihr Kampf, in der neuen Heimat Fuß zu fassen, ohne die eigene Identität zu verlieren, in einem weicheren, romantischen Licht betrachtet wird.

Wenn die Beurteilung des Wahrheitsgehalts von Medien und demzufolge die Einordnung menschlichen Handelns und Denkens in richtig und falsch problematisch wird, kann es helfen danach zu fragen, welche Motivation hinter den Worten und Taten, die wir hören und beobachten können, stehen mag. Um dies erfolgreich zu bewerkstelligen, ist es nötig, sich in die Lage eines Gegenübers zu versetzen.  Dies erfordert einen Perspektivenwechsel und einen solchen zu vollziehen, muss erlernt und geübt werden. Der dafür geeignetste Ort wäre die Schule. Die Vermittlung einer Schlüsselqualifikation „gewaltfreie Kommunikation“ soll junge Menschen dazu befähigen, durch genaue Beobachtung ihrer eigenen Gefühle ihre Bedürfnisse ehrlich zu erkunden und zu verstehen. Wer sich selbst gut kennt und akzeptiert, kann sich schließlich mit Empathie in die Situation Anderer versetzen. Mittel- und langfristig wird dies zu einer verbesserten Verständigung im privaten, beruflichen und politischen Bereich und zu vernünftigen Konfliktlösungen beitragen.

Das Rheintal hält für seine Bewohner und die zuständigen Politiker viele Probleme bereit. Gegensätzliche Interessen finden sich nicht nur im sozialen Bereich, sondern auch im Hinblick auf die Veränderungen des Klimas und die damit zusammenhängenden Wechsel und Schwankungen in der Natur sowie die Notwendigkeit wirtschaftliche Entwicklungen neu zu denken. Und dann hängen all diese Dinge doch eng zusammen. Lösungen werden nicht mehr durch einfache Kausalketten gefunden, es gilt die Herausforderungen anzunehmen, indem wir uns bei der Ursachenforschung der Komplexität der Themen stellen.

Es gibt viele Argumente dafür, gegenüber trennenden und damit spaltenden Gedanken solchen Ideen den Vorzug zu geben, die verbinden und Menschen einen. Man kann nie ganz sicher sein, an welchem Ufer man selbst einmal stranden wird, auf der schattigen Seite oder der sonnigen.

Dr. Christiane Ulmer-Leahey

Von der verbindenden und trennenden Funktion
des Rheines für die Menschen des Oberen Mittelrheintales

Wird ein Bewohner des Oberen Mittelrheintales zwischen Bingen/Rüdesheim und Koblenz im Urlaub nach seiner Herkunft gefragt, so lautet seine Auskunft meist recht allgemein gehalten: „Ich komme vom Mittelrhein“. Vielleicht ergänzt er auch noch: „Das ist da, wo die weltbekannte Loreley zu Hause ist.“ Es macht für ihn aber keinen Unterschied, ob er links oder rechts des Rheines wohnt. Der Rhein verbindet – zumindest in seiner Außenwirkung.

Es ist dieser mächtige Strom inmitten einer von großer Vielfalt und Schönheit der ihn begleitenden Natur- und Kulturlandschaft, der das Welterbekomitee im Jahr 2002 veranlasste, das Obere Mittelrheintal in die Reihe der UNESCO-Welterbestätten aufzunehmen. In der Folge haben sich 2005 die in dem Welterbegebiet links und rechts des Rheines liegenden Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz, die Landkreise, Verbandsgemeinden, Städte und Ortsgemeinden zum Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal zusammengeschlossen. Gemeinsam haben sie vor allem die Aufgabe übernommen, die oben beschriebene Kulturlandschaft zu erhalten und die touristische Infrastruktur zu verbessern und zu vermarkten. Ziel des 2019 von engagierten Künstlern aus dem Oberen Mittelrheintal gegründeten Projekts „Rhein! Romantik?“ ist es, den Besuchern ebenso wie den Bewohnern des Tales den Reichtum der Rheinromantik aufzuzeigen. Sie wollen mit ihren Ausstellungen, Lesungen und Publikationen links und rechts des Rheines einen kulturellen Fußabdruck für die Bundesgartenschau hinterlassen, die 2029 das Obere Mittelrheintal als fortbestehende Natur- und Kulturlandschaft in seiner ganzen Schönheit darbieten wird.

Der obere Mittelrhein mit seinen steilen Weinbergslagen, den zahlreichen mittelalterlichen Burgen und den einladenden alten Städtchen ist die Heimat der an seinen Ufern lebenden Menschen, den Mittelrheinern. Der große Fluss macht ihnen das Zusammenleben jedoch durchaus schwer. Über seinen rund 65 km langen Lauf zwischen Bingen/-Rüdesheim und Koblenz führt keine einzige Brücke. Nur 5 Fähren verbinden die beiden Ufer auf dieser Strecke miteinander. Und die bilden nun einmal keinen vollwertigen Ersatz für eine Brücke. Während eine Brücke das ganze Jahr rund um die Uhr zur Verfügung steht, können die Fähren im Durchschnitt nur 14 Stunden am Tag benutzt werden. Sie nehmen ihren Dienst zwar morgens zwischen 5 und 6 Uhr auf, beenden ihn abends aber auch schon früh zwischen 18 und 21 Uhr (Ausnahme: Bingen 24 Uhr), d.h. nachts ruht der Fährverkehr. Hinzu kommt, die Benutzung der Fähren kostet Geld. Für die Hin- und Rückfahrt zahlt eine Person 5 €, ein PKW mit Fahrer kostet 11 €, und der Preis der Jahreskarte für einen PKW beträgt 875 €.

Es ist kein Wunder, dass sich die Einheimischen durchaus überlegen, ob sie die Fähre benutzen sollen. Dadurch leiden die familiären und freundschaftlichen Kontakte. Feste, Feierlichkeiten, kulturelle Veranstaltungen und Treffen von Vereinen werden nur eingeschränkt oder gar nicht wahrgenommen. Die den Rhein überschreitende Organisation des Kreisklassenfußballs wurde schon vor mehr als 50 Jahren beendet.  Die Mannschaften spielen nur noch auf ihrer jeweiligen Rheinseite..

Was die Schullandschaft betrifft, so werden die beiden Gymnasien in Boppard und

St. Goarshausen deutlich weniger von Schülerinnen und Schülern der gegenüberliegenden Rheinseiten besucht. In St. Goarshausen z.B. beträgt der Zuspruch von der linken Rheinseite unter 20 %.

Wirtschaftlich bildet der Rhein ebenfalls eine Grenze. Arbeitsplätze auf der anderen Rheinseite werden kaum nachgefragt. Die BOMAG, ein großer Baumaschinenhersteller im Vorderhunsrück z.B. beschäftigt weniger als 5 % Arbeitnehmer von der anderen Rheinseite. Mittelständische Unternehmen und Handelsbetriebe übernehmen aus Kosten- und Zeitgründen nur selten Aufträge auf der anderen Rheinseite. Das Gleiche gilt für Bus- bzw. Speditionsunternehmen. Auch politisch bleiben die beiden Rheinseiten getrennt. Überlegungen für einen Mittelrheinkreis oder die Vereinigung der beiden Schwesterstädte St. Goar und St. Goarshausen wurden nicht realisiert.

Abschließend mein ganz persönliches Statement: Rechtsrheinisch geboren habe ich dort auch meine Kindheit verbracht. Meine Jugend erlebte ich auf der linken Rheinseite. In meinem Berufsleben bin ich mehr als 30 Jahre täglich mit der Fähre über den Rhein zur Arbeit gefahren, und das gerne. Aber mein Lebensmittelpunkt ist eindeutig einseitig: linksseitig. Ich teile die Sicht der Mehrheit der Menschen im Oberen Mittelrheintal. Der Rhein trennt eher als dass er verbindet.

Karl-Josef Perscheid 

„Querung im Tal“ Elfriede Müller-Gattermeier

Acrylmalerei auf grobem Leinen, auf Holz aufgezogen und aufgesetzten Holzsilhouetten als erhabene, bewusst übergroße Darstellung eines Zusammenkommens beider Rheinseiten.

Als „Eingeborene“ von der linken Seite des Rheins, die heute immer noch hier lebt und aktiv tätig ist, wurde mir schon als Kind bewusst, dass es eine gegenüberliegende Seite des „großen Flusses“ gibt, die bis zum heutigen Tag gar nicht so leicht zu erreichen ist (Der Eisgang in den 50er Jahren, bei dem man über den zugefrorenen Rhein einfach hinüberspazieren konnte, war eine Sensation, nicht nur für uns Kinder).
Heute bestehen immer noch mehr und mehr Probleme „einfach mal rüber“ zu schauen, um zu shoppen, wandern, feiern usw. Große Umwege mit dem Auto und ungünstige Fahrtzeiten, inkl. teuren Kosten bei der Fähre, stehen der Kommunikation mit dem „anderen Ufer“ immer noch massiv im Wege. Ebenso die Planung des Brückenbaus, die seit Jahren in den Kinderschuhen steckt und trotz zahlreicher Diskussionen bisher zu keinem Ergebnis geführt hat.
Mit meinem Werk „Querung im Tal“ möchte ich deutlich und verständlich zum Ausdruck bringen, wie wichtig das menschliche Gegenüber und die Zusammengehörigkeit sind – auch und besonders geographisch bedingt – hier am Rhein.